Von Templern, Landmannschaften und Burschenschaften

„Ganz klar ist mir Dein Verhältnis zur FPÖ ja nicht“, hat mich jemand unlängst wissen lassen, liebe Freunde und hat dann gemeint: „Du bist doch Jahre lang im Rahmen der Freiheitlichen Christen aktiv gewesen. Hast dann in weiterer Folge die sogar zu einer eigenen Partei gemacht. Hast dann weiter diese in die Templer umbenannt, weil dich die FPÖ klagen wollte. Weil das Wort freiheitlich ja bei der FPÖ geschützt ist. Hast Dich dann für die Wien Wahl 2015 mit den Freidemokraten engagiert. Euch nach den Wahlen wieder getrennt. Um 2017 dann als Spitzenkandidat der NR-Wahlen für die ODP, die Obdachlosen in der Politik, zu agieren. Was eigentlich ist passiert?“

Und ich habe ihm in all diesen Punkten Recht gegeben. Ihn darauf hingewiesen, dass ja auch die Obdachlosen in der Politik (ODP) nichts anderes waren als eine freiheitlich denkende Gruppe, die sich allerdings genau von einem distanziert:

Vom Deutschnationalismus und seinen Einzelfällen!

Denn genau in diesem Punkt wird sich offensichtlich die FPÖ und wir Alt-Liberalen niemals einig werden!

Für uns ein Punkt, gegeneinander zu sein!

Was allerdings nur einer versteht, der sich mit Templern, Landmannschaften und Burschenschaften schon einmal auseinandergesetzt hat.

Landmannschaften

Die Geschichte der Studentenbewegungen beginnt im 17. Jahrhundert.

Als an den diversesten Universitäten Europas die Landmannschaften entstehen.

Landmannschaften, welche die österreichischen im Ausland studierenden Kräfte miteinander verbindet.

Die sich zur gegenseitigen Unterstützung zu Ständen zusammenschließen.

Die österreichische Kultur in ihren Komunen pflegen!

Später wird dies die Grundlage für einen Ständestaat sein!

Dem man zugegebener Massen nachsagen kann, dass er diktatorisch geführt wurde!

Allerdings nur um den Einmarsch der Deutschnationalen, zu diesem Zeitpunkt nannten sich diese NSDAP,  aus Berlin zu verhindern!

Wäre es nach den Legitimisten gegangen, so wie die Landmannschaften seit dem Gesetz vom 12.11.1918 heißen, weil damit Österreich zum Bestandteil der deutschen Republik wurde, so hätte Adolf Hitler in Österreich nie einmarschieren können!

Legitimistische Strömungen

Diese Stände oder Landmannschaften sind österreichisch geprägt. Pflegen die österreichische Kultur.

So wie Nestroy, Raimund oder Mozart.

Und werden von den Freimaurern kräftig unterstützt. Insbesondere der Schillerbewegung.

So das sie sich nicht nach dem Haus Habsburg, sondern vielmehr nach dem Haus de bary gerichtet haben!

Einer Strikten Observanz eben entsprechend!

Zu keiner Zeit aber ist jemals ein Landmannschafter auf die Idee gekommen, dass Österreich etwas Anderes sein könnte als Österreich!

Genau das zeichnet die Landmannschafter aus!

Für sie war Österreich vor dem 12.11.1918 niemals Deutschland und wurde an diesem Tag durch Deutschösterreich besetzt!

Primär geht es aber um die Pflege der österreichischen Kultur und Geschichte!

Urburschenschaft


Dies ändert sich erst 1815. Durch die Schaffung der Urburschenschaft.

Diese wendet sich gegen Kleinstaaterei. Sucht ein Vereintes Deutschland. Und empfindet daher die Landmannschaften, aber auch die Freimaurerei, welche die Landmannschaften trägt als störend.

Darüber hinaus lehnt man sämtliche Kirchen ab.  Weil Österreich römisch-katholisch Deutschland aber evangelisch geprägt ist.  So das die Kirchen hierbei im Weg herum stehen.

Das Ziel der Urburschenschaft:

Die Personalunion zwischen Friedrich I. von Österreich und Friedrich II. des Heiligen römischen Reiches zu beenden und ein einheitliches Deutschland zu schaffen!

Friedrich II. von Preußen

Gerade aber die angestrebte Leitung durch Friedrich II. lässt die Unzufriedenheit der Strikten Observanz aber damit auch der Landmannschaften steigen.

Denn: So wie alle österreichischen Freimaurer sieht man das Ziel nicht im Haus Habsburg, sondern im Haus de bary.

Dient also das 1756 Erlebnis der Adlerskrons, der Familie Behaghel, dazu die Reformation von 1848 vorzubereiten.

Wirft man dem Kaiser den Absolutismus vor.

Einen Absolutismus, den man allerdings in Deutschland noch deutlich mehr zu spüren bekommt. Deshalb die Wanderung von Ludwig van Beethoven nach Österreich.

Man versucht daher mit einem Bündnis der Landmannschaften und der Freimaurer, bezeichnet als „Die Templer“ am österreichischen Prinzip weiter festzuhalten.

Die Grundlage der späteren Wiener Revolution!

Die Grundlage aber auch für die Trennung von Landmannschaften und Burschenschaften.

Historische Relevanz

Die Burschenschaften sind es dann, die 1882 den Deutschnationalismus als politisches Modell herausbringen.

Sind es, die den Gedanken „Deutschösterreich“ schaffen.

Am 11.11.1918 nicht im Sinne von Landmannschaften in Schönbrunn einmarschieren.

Auch nicht um eine österreichische Republik zu gründen.

Das zeigt das Gesetz vom 12.11.1918 deutlich. Sondern um Österreich in der deutschen Republik aufzulösen.

Das Deutschösterreich Gesetz zu beschliessen. Welches in Artikel 2 besagt:

Deutschösterreich ist ein Bestandteil der deutschen Republik!

RIS: Staatsgesetzblatt für den Staat Deutschösterreich

Das Ziel und der Wille der Deutschnationalen ist daher unbestreitbar!

Separatfrieden 3.11.1918 Villa Giusti

Ein Gesetz aber, dass aus Gründen des Separatfriedens vom 3.11.1918 in der Villa Giusti in Meran durch Viktor Weber von Webenau, dessen Schwester Marianne, meiner Urgrossmutter, mit Richard Behaghel von Flammerdinghe, einem Eisenbahnpionier verheiratet, die Behaghels besser bekannt als die österreichischen de bary, Jakob Wilhelm Behaghel von Hack  hat ja gemeinsam mit Baron von Hund die Strikte Observanz geschaffen, in St. Germain auf keine Gegenliebe stösst.

Die Ententene daher den Deutschösterreichern den Anschluss an Deutschland untersagt. Den Namen Deutschösterreich untersagt. Und eigentlich zum alten Staat „Kaisertum Österreich“ zurückkehren will.

Was allerdings die Deutschösterreicher am 21.10.1919 dann nicht daran stören wird, es dennoch zu tun.

RIS: Staatsgründungsgesetz vom 21.10.1919

Die Grundlage für die „Heim ins Reich“ Bewegung eines Adolf Hitlers und den Einmarsch am 12.3.1938.

Was eigentlich ist BZÖ?

Historisch also ein Streit, der bereits 1815 mit der Gründung der  Urburschenschaft begann.

Womit mich vielleicht der Eine oder Andere unter Euch fragen wird:

Und was hat das für heute noch für eine Relevanz?

Nun. Es war die Grundlage, warum Jörg Haider, der den Deutschland Gedanken ablehnte, diesen aus dem freiheitlichen Parteiprogramm sogar entfernte, als er merkte, dass die Burschenschaften in der FPÖ wieder das Ruder übernahmen, so wie einstmals bei VdU (Landmannschaften) und Freiheitspartei (Burschenschaften) Reinthalers Freiheitspartei, das BZÖ gründete.

Als klares Bekenntnis zu einem Bündnis für die Zukunft Österreichs!

Und es sind die selben Burschenschafter, die seit 1815 die Auflösung Österreichs im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation versuchen, oder es mit dem Gesetz vom 12.11.1918 sogar schafften, die heute die FPÖ prägen.

So das sich wieder die Frage stellt:

FPÖ eine Österreichpartei. Wo?

Die Templer als neues BZÖ

Man es eigentlich bedauern muss, dass das Wiener BZÖ mit dem 19.Juli 2019 aufgelöst wurde.

Nur noch schwache Bestrebungen in Kärnten existieren.

Grund aber, zu schauen, wiederum eine alt-liberale Partei, diesmal die Templer, hinzustellen.

Denn: Der Österreich Gedanke der darf unserer Meinung nach nicht verloren gehen!

Findet Ihr nicht?

Über Hans-Georg Peitl, Bundesobmann der Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ)

.) Bundesobmann der Die Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ) .) Herausgeber und Journalist beim Liberalen Boten .) Autor zahlreicher Bücher
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