Ein schlechter Scherz

Trotz drohender Klimakatastrophe will die OPEC ihre Erdölproduktion bis 2040 sogar ausweiten. Das geht sich einfach nicht aus: Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müssen die OPEC-Mitgliedstaaten die Produktion von Erdöl und Erdgas mindestens um die Hälfte reduzieren. Übernächste Woche tagt die OPEC wieder in Wien – bringen wir sie dazu!

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Hallo Hans-georg,

es klingt wie ein schlechter Scherz: Während sich die Wissenschaft einig ist, dass der Umstieg auf erneuerbare Energien dringend notwendig ist, um die drohende Klimakatastrophe noch abzuwenden [1], geht die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) mit Sitz in Wien unbeirrt ihren Weg. Laut ihrer kürzlich veröffentlichten Prognose will die OPEC ihre Erdöl- und Erdgasproduktion nicht reduzieren, sondern bis 2040 sogar ausweiten [2].

Die Pointe: Gleichzeitig behauptet sie, sich voll an das Pariser Klimaabkommen halten zu wollen [2]!

Wir haben nachgerechnet: Das geht sich einfach nicht aus. Um die Klimaziele – die Begrenzung der globalen Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius – zu erreichen, müssten die OPEC-Mitgliedsstaaten die Produktion von Erdöl und Erdgas mindestens um die Hälfte reduzieren [3]. Wir können nicht weiter zusehen, wie einige wenige unseren Planeten ausbeuten und zerstören. Deshalb fordern wir von der OPEC und ihren Mitgliedstaaten: Haltet die Pariser Klimaziele ein. Wir müssen raus aus dem fossilen Zeitalter!

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Sieben Millionen Menschen waren im September weltweit für Klimagerechtigkeit auf den Straßen, 11.000 Forscher_innen haben kürzlich den Klimanotfall ausgerufen. Wenn wir gemeinsam zeigen, dass wir nichts von den Plänen der OPEC halten, können wir eine Wende in der Energiepolitik einläuten. Und das weiß sie auch: Nicht umsonst bezeichnete OPEC-Generalsekretär Mohammad Barkindo die junge Klimabewegung als „die vielleicht größte Bedrohung“ für die Ölindustrie [4]. Zeigen wir ihnen, dass sie sich zu Recht fürchten. Unterschreibe auch du unseren Appell für das Ende des fossilen Zeitalters:

Jetzt unterzeichnen!

Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist nicht alleine die Aufgabe der OPEC – das Umdenken muss global stattfinden, denn wir alle tragen Verantwortung über unseren Planeten. Die OPEC, deren Mitgliedstaaten über drei Viertel der weltweiten Ölreserven verfügen, muss aber mit gutem Beispiel vorangehen und die Energiewende vorantreiben.

Danke und liebe Grüße,

Raoul vom #aufstehn-Team

PS: Übernächste Woche versammeln sich die Minister_innen der OPEC-Staaten wieder in Wien und besprechen ihre Pläne für die kommenden Jahre. Bis dahin wollen wir mindestens 50.000 Unterschriften sammeln und übergeben. Unterschreibe auch du: Jetzt unterzeichnen!

Quellen:

[1] DerStandard.at, 5.11.2019: Mehr als 11.000 Wissenschafter rufen „Klimanotfall“ aus
[2] Opec.org, 5.11.2019: OPEC’s World Oil Outlook 2019 launched in Vienna
Kurier.at, 6.11.2019: Trotz Klima-Sorgen: Die Welt bleibt fossiler Energie treu
[3] Sven Teske (Hrsg.), Trajectories for a Just Transition of the Fossil Fuel Industry, in: Achieving the Paris Climate Agreement Goals (SpringerOpen, 2019), S. 403-411.
[4] SN.at, 7.7.2019: Greta Thunberg dankte OPEC für Attacke auf Klima-Aktivismus

Über Hans-Georg Peitl, Bundesobmann der Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ)

.) Bundesobmann der Die Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ) .) Herausgeber und Journalist beim Liberalen Boten .) Autor zahlreicher Bücher
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