DIE LETZTE BELEIDIGUNG: DIE ERSTEN POST-PUTIN-DIPLOMATEN RUSSLANDS

In Russland beginnt die jüngere Generation, die Macht und die Verantwortung zu übernehmen.

Teilweise ist dies die bewusste Politik des Kremls:

In letzter Zeit wurden 30 oder 40 Gouverneure ernannt, was Teil von Wladimir Putins Versuch sein könnte, eine zukünftige Machtelite zu gründen oder sogar seinen direkten Nachfolger zu gewinnen.

Der Prozess ist jedoch weitreichender:

Heute ist die Hälfte der russischen Beamten 39 Jahre alt oder jünger – was bedeutet, dass sie höchstens Kindheitserinnerungen an die Sowjetunion haben können.

In diesem neuen Policy Brief von Kadri Liik, einem hochrangigen Politiker, wird ein Porträt der Menschen präsentiert, die jetzt in die russischen außenpolitischen Kreise eintreten und die in den kommenden Jahrzehnten zunehmend an Einfluss gewinnen werden.

Wer sind Sie; woher kommen sie; Was motiviert sie? Und was denken sie über Russland, den Westen und die Welt?

Um dies herauszufinden, traf sich der Europäische Rat für auswärtige Beziehungen persönlich mit ihnen, von Studenten, die sich für ihre erste Stelle beim Außenministerium bewarben, bis hin zu Berufseinsteigern, die jetzt die besten Positionen im Auge haben –

Menschen die nunmehr seit 10 Jahren in der Politik arbeiten und zwischen 20 und 40 Jahre alt sind.

Die wichtigsten Erkenntnisse des Papiers sind:

Russlands neue Generation von außenpolitischen Fachleuten bringt eine Änderung der Einstellungen mit sich, die die Zentralität des „Westens“ in der russischen Außenpolitik in Frage stellt.

Heutzutage sind junge Berufstätige oft kräftig vom Westen enttäuscht. Die jüngsten von ihnen – Menschen in den Zwanzigern – sind allerdings frei von solchen Emotionen und haben eine realistische und pragmatische Einstellung.

Russlands junge außenpolitische Fachkräfte sind weder Putin-Loyalisten noch Liberale im westlichen Stil:

Sie sind vorsichtig gegenüber vorgefertigten Ideologien und bevorzugen es, sich um ihr eigenes Gewissen zu kümmern.

Die Fähigkeit junger Diplomaten, die Politik zu gestalten, wird vom Kräfteverhältnis zwischen den Ministerien für Zivilschutz und Machterhalt in Russland abhängen.

Ministerien wie das Außen- und das Verteidigungsministerium.

Wobei die Macht des ersteren in letzter Zeit rückgehend ist.

Diese Veränderungen bedeuten, dass der Westen nicht darauf hoffen sollte, dass der Optimismus der neunziger Jahre zurückkehrt, wenn Putin zurücktritt.

Die künftige russische Außenpolitik wird nicht nur von einem Kampf zwischen „schlechten“ Putinisten und einer „guten“ Opposition bestimmt, sondern auch von Fachleuten, deren Ansichten eine komplexe Struktur und Herkunft haben.

Mit diesen Ansichten und den historischen Kräften, die diese Ansichten geprägt haben, werden sich westliche außenpolitische Entscheidungsträger in der zukünftigen Interaktion zwischen Russland und dem Westen auseinandersetzen müssen.

ENDE

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Über den Autor:

Kadri Liik ist Senior Policy Fellow beim Europäischen Rat für Außenbeziehungen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in Russland, Osteuropa und im Baltikum. Bevor sie im Oktober 2012 zu ECFR kam, war Liik von 2006 bis 2011 Direktorin des Internationalen Zentrums für Verteidigungsstudien in Estland, wo sie auch als leitende Forscherin und Direktorin der Lennart-Meri-Konferenz des Zentrums tätig war.

Über Hans-Georg Peitl, Bundesobmann der Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ)

.) Bundesobmann der Die Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ) .) Herausgeber und Journalist beim Liberalen Boten .) Autor zahlreicher Bücher
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