Claras Wut

Hallo Hans-Georg Peitl,

vor einigen Wochen hat eine Mail der „Fridays for Future“-Aktivistin Clara Mayer an alle Campact-Unterstützer*innen unglaublich viel Solidarität ausgelöst. Jetzt wendet sich Clara wieder an Sie – und bittet Sie um Hilfe. Clara hat zusammen mit anderen Schüler*innen erneut Großes fürs Klima vor. Aber lesen Sie selbst!

Herzliche Grüße
Christoph Bautz, Campact-Vorstand


Liebe Campact-Unterstützer*innen,

eine Achterbahn der Gefühle, das war der 20. September für mich. Ich hatte optimistisch auf ein paar Zehntausend Leute in Berlin gehofft. Als Freunde mir dann aber die ersten Zahlen zuflüsterten, fing mein Herz an zu hüpfen: Alleine in Berlin sind 270.000 auf den Straßen, bundesweit unglaubliche 1,4 Millionen Menschen! Ein Freund hob mich auf eine Balustrade – und da erstreckte sich eine Menschenmenge, dass ich kein Ende mehr sehen konnte. Einfach berauschend!

Und dann das Klimapaket der Regierung: Ernüchterung, Enttäuschung, Wut. Eigentlich bin ich immer noch fassungslos. Weltweit sind Millionen auf den Straßen – aber die Regierung ignoriert uns einfach. Es ist total klar, dass ihre laschen Beschlüsse für die Klimaziele nicht reichen, alle Wissenschaftler*innen sind sich da einig. Aber in der Großen Koalition feiern sie dieses Klima-Versagen auch noch als Erfolg.

Und jetzt? Die Regierung will das offenbar aussitzen. Sie hoffen, dass die Leute bald über was anderes reden. Doch wir bei „Fridays for Future“ waren uns schnell einig: Das lassen wir uns nicht gefallen! Am Freitag, den 29. November, sind wir wieder auf der Straße – und machen damit der Regierung einen Strich durch die Rechnung. Denn ein paar Tage später entscheidet die SPD auf ihrem Parteitag, ob sie weiter regiert. Vor dem 20. September haben Scholz & Co. getönt, das ginge nur mit dem großen Wurf beim Klima. Und genau das werden wir am 29. November von ihnen verlangen: Macht jetzt wirklich einen großen Wurf – oder zieht Konsequenzen.

Nur: Alleine schaffen wir Schüler*innen das nicht. Die Regierung wird uns nur ernst nehmen, wenn am 29. November wieder alle dabei sind: die Eltern, Großeltern, die Erwachsenen eben. Leicht wird das nicht: Es ist bald sehr kalt draußen – und es bleibt nur noch ganz wenig Zeit fürs Vorbereiten.

Der riesige Streik am 20. September war nur möglich, weil Zehntausende Campact-Unterstützer*innen gespendet haben. Jetzt hoffe ich für den 29. November wieder auf Sie. Denn so eine große Aktion – Lautsprecher und Bühnen in Hunderten Städten, unzählige Flyer und Plakate – können wir allein nicht finanzieren. Ich möchte Sie daher herzlich bitten: Unterstützen Sie unseren Klima-Protest mit Ihrer Spende! Schon 5 Euro helfen uns sehr!

Spenden Sie jetzt für den Schüler*innen-Protest

Hier passiert was – das ist nicht mehr zu stoppen! Dieser Gedanke kam mir, als ich am 20. September die Menschenmenge sah. Zum allerersten Mal standen wir Jugendlichen da nicht alleine. Sondern eben auch alle anderen. Da war meine Oma in der Menge, die über 80 ist und eigentlich nicht gut laufen kann. Aber sie wollte unbedingt dabei sein, weil es ihr wichtig ist! Ich habe viele Eltern gesehen oder Firmen, die mit der ganzen Belegschaft da waren. Und wissen Sie was? Das hat so gut getan!

Seit Monaten werden wir ja von allen Seiten gelobt. Aber politisch hat uns nie jemand richtig ernst genommen. Doch am 20. September hat sich was geändert. Denn da ist klar geworden: Hier stehen nicht nur ein paar rebellische Jugendliche – hier stehen alle Generationen auf. Der ganze Stress, die ganzen Nächte voller Demo-Organisation, die Rückschläge: Es hatte sich gelohnt. Und das Tollste ist, dass es überall auf der Welt so lief. In Australien, Kanada, Italien, im Senegal, sogar in Afghanistan – Millionen Menschen weltweit.

Greta Thunberg hat beim UN-Klimagipfel in New York gesagt: „Wir sind der Wandel. Und der Wandel kommt, ob Ihr es wollt oder nicht.“ Und genau das hat man auch in Berlin auf der Demo gespürt: Ihr könnt uns nicht mehr aufhalten!

Wir wollen das auch die Bundesregierung wissen lassen. Denn die hofft ja offenbar, dass sie unsere Proteste mit ihren jämmerlichen Beschlüssen ersticken kann. Der 29. November soll die Antwort werden auf das lächerliche Klimapaketchen. Wir wollen ihnen zeigen: Damit werdet ihr uns nicht los! Doch dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns jetzt mit Ihrer Spende, den Klima-Protest zu organisieren. Schon 5 Euro sind eine große Hilfe für uns. Klicken Sie hier, um für den Klima-Protest zu spenden

Viele Grüße

Clara MayerPS: Gestern wurde bekannt, dass die Bundesregierung ihr Klimaschutzgesetz noch einmal abschwächt: Sie streicht das Klimaziel 2020 und 2040. Und der „Kontrolmechanismus“, mit dem sie das Erreichen des Klimaziels 2030 sicherstellen wollte, wird noch unverbindlicher. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die sich am 20. September engagiert haben. Jetzt sind wir erst recht gefragt, am 29. November für echten Klimaschutz auf die Straße zu gehen. Darum meine Bitte: Stärken Sie unseren Protest!

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Über Hans-Georg Peitl, Pastor bei Die Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ)

.) Pastor bei Die Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ) .) Herausgeber und Journalist beim Liberalen Boten .) Autor zahlreicher Bücher
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