Die Templer: Von Österreich und Deutschösterreich!

Nachdem nunmehr seit wenigen Tagen, liebe Freunde, Norbert Hofer vom Präsidium des St. Georgsordens die Leitung der FPÖ übernommen hat, hat mich am gestrigen Tag ein anderer Freiheitlicher gefragt, warum ich nunmehr nicht wieder zur FPÖ zurück komme.

Und ganz ehrlich, diese Frage ist durchaus berechtigt.

Kommt wohl auf die weitere Entwicklung darauf an. Und daher habe ich diesem Freiheitlichen ein Märchen erzählt. Das ich Euch auch weiter erzählen will.

Es war einmal und so fangen alle Märchen an, ein Land Österreich, in dem Bestand eine Verfassung:

Wikipedia: Dezemberverfassung

in dem bestand ein intaktes 6 Augenprinzip:

.) Wikipedia: Haus Österreich
.) Wikipedia: Herrenhaus
.) Wikipedia: Abgeordnetenhaus

ein freies Versammlungsrecht und ein allgemeines Wahlrecht, oder die Entwicklung dorthin:

Entwicklung der Demokratie in Österreich

denn auch wenn die SPÖ immer wieder erklärt, dass sie es waren, welche das Frauenwahlrecht eingeführt haben, so will ich dazu sagen:

Stimmt. Nur von Seiten der Verfassung vorgesehen war es bereits seit dem 21.Dezember 1867. Seit Franz Freiherr von Pillersdorf.

Ein intaktes Parteienwesen und das ganze kostete dem Volk 5 Prozent Einheitssteuer.

Salzburger Nachrichten: Ein Lehrstück von 100 Jahren

Kein Wunder also, dass dies den Deutschen, die bei Weitem nicht so gut aufgestellt waren, nicht gefiel.

Sie gründeten 1882 in Österreich einen Verein für Deutschnationalismus.

Wikipedia: Deutschnationalismus

Amerkung: Was übrigens zeigt, wie frei das Kaisertum Österreich war

Womit all denen, die sich schon immer fragten, worin sich eigentlich der Nationalismus und Patriotismus unterscheiden, so einiges klar werden dürfte.

Geschichte der Gründung Deutschösterreichs

Dieser Verein verfolgte ein einziges Ziel.

Nämlich die Zufriedenheit der Österreicher und Österreicherinnen zu senken, um letztlich Österreich an Deutschland anschließen zu können.

Sprich: Man streute das Unkraut unter den Weizen

Mt 13,25
Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.

Streute in Böhmen so gut es ging Unzufriedenheit. Weil eben diese im Gegensatz zu den Ungarn noch keine Verfassung hatten. Die war bis 1918 leider noch nicht fertig gestellt.

Verfassungsgeschichte Ungarn

Die Ungarn hatten ja seit 1848 bereits eine eigene Verfassung. Die immer wieder überarbeitet und verbessert wurde.

So das man sagen kann, dass die Dezemberverfassung 1867 bereits auf etliche Jahre erprobte Anwendung schauen konnte, als man sie sanktionierte.

Sie ist der ungarischen Verfassung gleichgestellt.

Gründete deutschnationale Parteien. So wie sich eben heute zu Tage die FPÖ wieder aufgestellt hat.

Die letztlich bis in das Herrenhaus und Abgeordnetenhaus vordringen konnten.

Anmerkung: Diesmal sogar bis in das Bundeskanzleramt

Und die dann von dort aus eben auch in Österreich Unzufriedenheit streuten!

Und:

Unzufriedene, die meinen es könne einer Gesellschaft noch immer besser gehen, gibt es glaube ich immer!

Davon lebt eine jegliche Politik!

Namen letztlich Einfluss auf einen Teil des Adels!

Und wurden so zum Teil die Berater des Kaisers!

Womit sie dann 1914 den 1. Weltkrieg auslösten! 

Auf den Kaiser Franz Josef I. ansonsten lieber verzichtet hätte!

Und hatten nun, da sie ja selbst nicht an die Front gingen, im Hinterland Gelegenheit erst Recht Unfrieden zu stiften. Nicht Österreich zu stabilisieren, sondern zu destabilisieren.

Um, nun ja. Österreich eben an Deutschland anschließen zu können. 

So das, obwohl man auch in den Kriegsjahren nur die 10 Prozent Einheitssteuer zahlte, das Volk 1918 so weit überzeugen konnte, dass das Volk 1918 daran glaubte der Kaiser wäre schlecht.

Man nur mehr 100.000 Mann vor dem Reichsratssaal, dem heutigen Parlamentgebäude, versammeln musste, großteils übrigens Menschen die direkt aus Deutschland angereist waren, um gegen das Kaisertum Österreich zu protestieren.

Die Auflösung Österreichs in Deutschland zu fordern!

Daher war es eben auch so wesentlich, dass viele Deutsche mit dabei waren.

Um den Menschen zu erklären:

Die Deutschen haben nun eine Republik!

Vergleich Dezemberverfassung und Republik

Worin sich diese Republik von der Gesetzmässigkeit einer Dezemberfassung genau unterscheidet? 

Nun: Schauen wir uns das einmal im Einzelnen an!

.) Es gab im Kaisertum Österreich laut Dezemberverfassung das allgemeine Wahlrecht. Und es gibt in der Republik Österreich das allgemeine Wahlrecht.

.) Es gab im Kaisertum Österreich das 6 Augenprinzip. Dort zwischen Kaiser-, Herren- und Abgeordnetenhaus. Und es gibt auch in der Republik das 6 Augenprinzip.

.) Der Kaiser wurde dort so wie in der Republik vom Volk gewählt. Denn: Das Herrenhaus musste einem neuen Kaiser zustimmen.

.) Es gab im Kaisertum Österreich die allgemeine Versammlungsfreiheit. Sonst hätten sich die Deutschnationalen nie treffen können. Und es gibt auch heute großteils, die Versammlungsfreiheit. Ich meine außer es würden so Demonstrationen wie vor dem Reichsratssaal am 10.11.1918 verboten. Oder aber man bedenkt Vereine wie die Identitäre Bewegung eben zu verbieten.

Die großen Unterschiede die ich sehe

.) Mit dem Kaiser hatte man einen Hauptverantwortlichen, der sich nicht einfach zurück ziehen konnte.

.) Es gab ein Pressezensurverbot. So das ich nicht jeden Tag hätte Angst haben brauchen, ob ich das was ich gerade schreibe, auch schreiben darf.

.) Es gab eine bindende Direkte Demokratie. Weil eben damals das Volk für diese noch nicht zu blöd geworden war.

Und, nun das kann man nicht oft genug erwähnen, dass in der Dezemberfassung von 1867, also der Verfassung Österreichs die bindende Direkte Demokratie und das Pressezensurverbot enthalten war.

Ihr wisst ja gar nicht, wie oft ich mich beim Schreiben solcher Artikel in Wahrheit fürchte.

Mir denke: Hoffentlich ist das Schreiben so eines Artikels in einem Satire-Magazin überhaupt noch erlaubt!

Oder auch in der Republik Österreich von den allgemeinen Menschenrechten der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948 Artikel 19 gedeckt:

Artikel 19 (Meinungs- und Informationsfreiheit)
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Gehrt man nicht wieder einmal, weil irgendjemand im Facebook etwas zu meinem Artikel dazupostet, was ich manchmal noch nicht einmal sehe, gegen mich als Journalisten vor!

.) Hätte ich damals noch den Schutz des christlichen Glaubens gehabt. Wobei hierbei die anderen Religionen als dem Christentum nahe stehend betrachtet wurden. Weil, nun ja: Die goldene Regel galt.

Lk 10,27
Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18).

So das, zugegeben, auch der Islam und das Judentum zu den erlaubten Religionen des Kaisertums gehörten.

Die Geschichte Deutschösterreichs

So also gut vorbereitet und das Volk durch einen selbst angezündeten Krieg mürbe gemacht, marschierte dann die Deutschnationalen am 11.11.1918 in Schönbrunn ein um Kaiser Karl I. dazu aufzufordern, Österreich aufzulösen und an Deutschland anzuschließen.

Selbst hierbei selbstverständlich zurück zu treten.

Man kann also nicht wirklich von einem Putsch reden. Eher von einer feindlichen Eroberung. Weil ja das Gesetz vom 12.11.1918, also einen Tag nach der Eroberung klar deklariert:

RIS: Definition Deutschösterreich

Artikel 2
Deutschösterreich ist ein Bestandteil der Deutschen Republik.

Original Deklaration Deutschösterreich

Die Absicht also hinter dem Einmarsch in Schönbrunn vom 11.11.1918 ist daher zweifelsfrei geklärt. Die Auflösung Österreichs in Deutschland.

Bereits Separatfrieden der Villa Giusti

Das große Pech der Deutschösterreicher hierbei ist allerdings, dass bereits mit dem 3. November 1918 die Ententene, also die österreichischen Gegner in der Villa Giusti in Meran mit General Viktor Weber von Webenau, meinem Urgroßonkel einen separaten Frieden für die gesamte österreichische Armee geschlossen hat.

Wikipedia: Waffenstillstand der Villa Giusti

Der Einmarsch der Deutschen in Schönbrunn also ein Land betrifft, dass nicht mehr im Krieg involviert ist. Es daher auch keine Eroberung im eigentlichen Sinn sein kann. Maximal ein neuerlicher Kriegsbeginn.

Und genau das führt dazu, dass die Deutschösterreicher, nach einigen Monaten deutsches Bundesland, in St. Germain dann abgelehnt werden.

Man in St. Germain von der Ententene die Frage gestellt bekommt:

Was man denn eigentlich dort will?

St. Germain und Adolf Hitler

Ist das Geschenk der Deutschnationalen oder Deutschösterreichs von Südtirol an Italien, 4 dalmatischen Inseln und Triest der Auslöser dafür, dass man in St. Germain überhaupt mitverhandeln darf.

Man sollte also sagen:

Die Deutschnationalen gingen nach St. Germain um 4 dalmatische Inseln, Triest und Südtirol zu verschenken.

Nicht: Sie hätten Frieden gestiftet. Haben sie nicht. Den gab es bereits seit dem 3.November 1918.

Deutschösterreich wird nicht respektiert

Was dann kommt, ist eigentlich fast sensationell.

Trotz der Tatsache zahlreicher Geschenke durch Deutschösterreich an Länder der Ententene ist die Ententene dennoch nicht bereit, Deutschösterreich Deutschösterreich nennen zu lassen.

Geschweige denn einem Anschluss an Deutschland zu zu stimmen!

Kehren die Deutschösterreich nach Österreich zurück. Ohne irgendeinem Erfolg.

Allerdings in ein Land, dass sie inzwischen fest in der Hand haben.

Und mit der Genehmigung:

Einen neuen Staat in keinerlei Rechtsnachfolge des Kaisertums Österreich zu errichten.

Also: Österreich im eigentlichen Sinn zu besetzen!

Und genau das findet man dann auch im Staatsgründungsgesetz vom 21.10.1919:

RIS: Staatsgründungsgesetz der Republik Österreich

Was man und das ist eigentlich fehlerhaft, als Deutschösterreich erlässt.

Damit wiederum keinerlei Regelung für das Kaisertum Österreich findet!

Wie wir sehen bis zum 31.12.1999 nicht! Wo die Letztfassung des Staatsgründungsgesetzes erlassen wurde.

Denn auch dort steht: In keinerlei Rechtnachfolge.

Nationalsozialismus

Womit wir zu dem Vorwurf kommen wollen, den die Oppositionsparteien immer der FPÖ machen.

Sie wären Nationalsozialisten!

Und wirklich steht zu einem späteren Zeitpunkt Adolf Hitler auf und fordert:

Heim ins Reich!

Sieht die Entscheidung von St. Germain Österreich zu untersagen, sich an Deutschland anschließen zu dürfen, als schweren Fehler.

Und versucht genau diese Entscheidung anzufechten!

So das man ihn als Sonderform des Deutschnationalismus betrachten muss!

Nur: Er war zweifelsfrei nicht der Erste mit dieser Forderung! Und habe ich diese Forderung so muss ich nicht unbedingt automatisch Hitler Anhänger sein!

Auch wenn natürlich genau diese deutschnationale Ideologie der FPÖ auch viele Hitler Anhänger anziehen dürfte! 

Es ist ja der selbe Gedanke!

EU löst Kaisertum auf

Die Aussage also, die EU hätte das Kaisertum Österreich aufgelöst, kann eigentlich nur falsch sein, weil es ja im Gesetz vom 31.12.1999 4 Jahre nach dem EU Beitritt immer noch erwähnt wird.

Auch dort ausdrücklich darauf verwiesen wird, dass sich die Republik Österreich immer noch in keinerlei Rechtsnachfolge befindet.

Also weiter einen Staat auf dem Staat verkörpert!

Und die Argumentation Otto von Habsburg hätte 1961 das Kaisertum aufgelöst kann ebenso nur falsch sein.

Weil sich Karl I. 1918 auf die Dezemberverfassung berief. Die ein zwingendes 6 Augenprinzip für das Erlassen von Gesetzen vorsieht.

Verzichtserklärung vom 11.11.1918

Man sich also fragen muss:

Und wo ist die Unterschrift des Herrenhauses?

Das Haus Habsburg

Auch wenn Otto von Habsburg 1961 auf die Beteiligung der Habsburger verzichtete:

Die Presse: ich hätte die Verzichtserklärung am Liebsten nie unterschrieben

Ich glaube genau diese Situation führte dazu, dass sich Dr. Bruno Kreisky als letzter Monarch sah:

Die Presse. Der allerletzte Monarch hiess – Bruno Kreisky

sich DDr. Günther Nenning als rosaroter Monarchist bezeichnete

Vitalis: Nenning Günther – Ein Unbequemer

und Dr. Jörg Haider von einer ideologischen Missgeburt Österreichs sprach.

Die Presse: „Ideologische Missgeburt“ _ Haiders umstrittene Sager

Selbst ja ein erbitterter Gegner der Burschenschafter war:

Augsburger Allgemeine: Warum Österreich so große Probleme mit seinen Burschenschaften hat

Warum also die Menschen nunmehr, oder auch ich nicht, zur FPÖ zurückkehren?

Obwohl Norbert Hofer vom St. Georgsorden gehört?

Nun, weil wir erst einmal erleben wollen, dass er tatsächlich für Österreich und nicht für Deutschösterreich ist.

Der Wunsch Österreich auflösen zu wollen, ein Ende nimmt!

Findet Ihr nicht?

Über Hans-Georg Peitl, Bundesobmann der ÖSTERREICHISCHEN ALTERNATIVE

.) Obmann der ÖSTERREICHISCHEN ALTERNATIVE (Einer Plattform aus Obdachlose in der Politik (ODP), Christlich Liberale Plattform (CLP), Die Templer - Patriotische Christen Österreichs (TCÖ) und VOLG - Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner) .) Reichsritter des Ordo Templi Liberalis .) Herausgeber des Liberalen Bote .) Autor von zahlreichen Büchern
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