Im Begriff der „Religion“

Bischof Oliver Gehringer

Im Begriff der „Religion“ steckt das lateinische Wort „religare“, das „rückbinden“ bedeutet.

Ein religiöser Mensch zu sein heißt also, „eingebunden“ zu sein in die Beziehung zu Gott, aber auch zu anderen Menschen.

Die von Herzen kommende Beziehung zu Menschen und die Bindung an sie, also die Freundschaft, ist das Thema im heutigen Abschnitt aus dem Buch Jesus Sirach.

Sie ist für den gläubigen Menschen unerlässlich.

Als im 4. Jahrhundert die sogenannten „Wüstenväter“ sich in unzählige Einsiedeleien zurückzogen, war ihnen das sehr bewusst.

Sie kapselten sich nicht voneinander ab, sondern waren sich mit dem Wüstenvater Antonius einig, der vertrat:

„Vom Nächsten her kommen uns Leben und Tod. Gewinnen wir nämlich den Geschwister, so gewinnen wir Gott. Geben wir hingegen dem Geschwister ein Ärgernis, so sündigen wir gegen Christus!“

Von deinen Feinden halte dich fern, vor deinen Freunden sei auf der Hut! Sagt uns Jesus Sirach.

Daran schließt sich ein Lob der Freundschaft, das uns allerdings nüchtern vorkommen mag.

Das Leben eines Menschen ist bei seinem Freund so sicher geborgen wie ein kostbares Kleinod!

Wer also ein „guter Freund“ sein will, der sollte sich an der Beziehung Gottes zu den Menschen ein Beispiel nehmen! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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