Raus aus der Kohle!

Hallo Hans-Georg Peitl,

was für ein Tag! Zu Tausenden sind wir heute vors Kanzleramt in Berlin gezogen, zu Tausenden säumten wir das Rheinufer in Köln: Insgesamt waren über 36.000 Menschen auf der Straße.

Die Botschaft hat niemand überhört: Raus aus der Kohle, Klimaschutz jetzt!

Das Zeichen war nötig. Anfang 2019 soll die Kohle-Kommission den Ausstiegsplan vorlegen, kurz danach schreibt die Regierung die Gesetze dazu. Dass die Regierung nach Jahren des Nichtstuns überhaupt handelt, liegt an unserer beharrlichen, wachsenden Klimabewegung. Nur, wenn wir weiter darauf drängen, gibt es bei Kohleausstieg und Klimaschutzgesetz brauchbare Ergebnisse.

Daher bitten wir Sie:

Bringen Sie die Botschaft der Demos in Berlin und Köln auch zu Ihren Abgeordneten von SPD und Union.

Mit einer persönlichen E-Mail machen Sie klar: Daheim im Wahlkreis engagieren sich Bürgerinnen und Bürger für den Klimaschutz – und erwarten, dass sich ihre Abgeordneten dafür einsetzen. Die Unterstützung aus dem Wahlkreis ist entscheidend: Letztlich stimmen ja die Abgeordneten des Bundestags über das Klimaschutzgesetz ab.

Die Kontaktdaten Ihrer Abgeordneten sowie Stichpunkte für eine Mail haben wir für Sie vorbereitet. Bitte nutzen Sie jetzt die Chance, die Klimabewegung auch in Ihren Wahlkreis zu tragen: Schreiben Sie jetzt Ihren Abgeordneten eine persönliche E-Mail!

Hier finden Sie die Kontaktdaten und Stichpunkte
Wir wissen: Abgeordnete sind besonders beeindruckt, wenn sich Bürgerinnen und Bürger aus ihrem Wahlkreis direkt an sie wenden. Wichtig: Das Anliegen sollte persönlich formuliert sein. Als Beispiel hier das Schreiben einer Campact-Unterstützerin aus Berlin, das wir mit Ihnen teilen dürfen:

„Guten Tag,

ich lebe seit 15 Jahren hier in Ihrem Wahlkreis, seitdem ich 2003 zurück nach Berlin gezogen bin. Ich gehe immer wählen und verfolge die Politik, so gut ich kann (manchmal ärgere ich mich auch). Geschrieben habe ich Ihnen noch nie. Aber nun muss ich das mal machen. Mir geht es ums Klima. Seit es diesen Sommer so heiß war, dass um Berlin die Wälder gebrannt haben, ist der Klimawandel doch auch bei uns angekommen. Aber ich habe Sorge, dass er in der Politik noch nicht angekommen ist. Beispiel Kohleausstieg: Seit Jahren wird das Problem verschoben, noch immer laufen die Kohlekraftwerke, der Ausbau von Windstrom und Solarenergie geht nicht richtig voran. 

Ich kann aus gesundheitlichen Gründen am Samstag nicht auf die Demo für den Klimaschutz gehen. Aber ich wollte Ihnen schreiben, denn ich weiß, dass Sie im Bundestag nächstes Jahr ein Klimaschutzgesetz verabschieden. Ich möchte Sie bitten, dafür zu sorgen, dass dieses Gesetz wirklich wirkt und dazu führt, dass wir als reiches Industrieland alles tun, um den Klimawandel aufzuhalten. Den Preis dafür zahlen schon jetzt Menschen in anderen Ländern. Und auch meine Enkel werden mit den Folgen unserer (und das heißt: Ihrer) politischen Entscheidungen leben müssen. 

Auf mein Schild für die Demo wollte ich eigentlich schreiben: „Oma für den Klimaschutz!“ Vielleicht können Sie stattdessen ein „Abgeordneter für den Klimaschutz“ sein? Ich hoffe das sehr. 

Mit freundlichen Grüßen“

Ob Oma, Eltern, Kinder – die Zerstörung unseres Klimas trifft uns alle. Aber wir können etwas dagegen tun – das gilt vor allem für die Abgeordneten, die 2019 ein Klimaschutzgesetz verabschieden.

Bitte fordern auch Sie Ihre Abgeordneten im Wahlkreis auf, für ein starkes Gesetz zu sorgen: mit einer persönlichen Mail. Alle Infos und Stichpunkte gibt es hier.

Herzliche Grüße
Katrin Beushausen, Campaignerin

PS: Die Zeit fürs Klima ist knapp. Ein Sonderbericht des Weltklimarates aber zeigt: Durch „schnelles und weitreichendes Handeln“ kann die Politik die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad Celsius begrenzen.[1] Dazu müssen die Abgeordneten handeln – fordern wir sie dazu auf!

Jetzt alle Infos finden und E-Mail schreiben
[1] „Weltklimarat hält 1,5-Grad-Ziel noch für erreichbar“, Deutschlandfunk, 8. Oktober 2018

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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