Ich sehe Licht am Ende des Tunnels!

Bischof Oliver Gehringer

Ein optimistischer Mensch hört in diesem Satz die Hoffnung auf eine Wende zum Guten heraus: „Ja, die Schwierigkeiten werden bald überwunden sein!“

Für einen eher pessimistisch gestimmten Menschen kann er jedoch Anlass zu beißendem Spott sein: „Das Licht gehört bestimmt zum entgegenkommenden Zug!“

Auf persönliche Erfahrung und innere Gestimmtheit kommt es also an, wie man eine Äußerung versteht.

Die Zuhörer des Propheten Jeremia jedenfalls dürften erst einmal gestutzt haben, als dieser im Auftrag Gottes verkündet: „Siehe, Tage kommen, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe!“

Wie bitte? Ein Heilswort? Aus dem Munde Jeremias?!

Der uns doch fortwährend eine Unheilsankündigung nach der anderen um die Ohren gehauen hat? Ausgerechnet der redet jetzt von Recht, Gerechtigkeit und Sicherheit?

Ja, ausgerechnet Jeremia!

Wie kein anderer Prophet leidet er an seinem Gott.

Wie kein anderer lebt er aber auch so innig mit ihm.

Und wie kein anderer liebt er ihn mehr als alles andere.

Jetzt muss er seinen Landsleuten verkünden: „Ich sehe Licht am Ende des Tunnels!“

Im alltäglichen Miteinander mit seinen Höhen und Tiefen soll die Nähe Gottes und die Liebe untereinander erfahrbar werden.

Wer das beherzigt, der wird in der Liebe und im Glauben wachsen und so seinen Mitmenschen und Gott eine Freude sein.

Wenn wir die Liebe leben, dann sehen auch wir das Licht am Ende des Tunnels, denn es ist das Licht der allesdurchflutenden Liebe Gottes.

Unser Optimismus und unsere Hoffnung sind gefragt, und die muss der Glaube nähren, damit die Liebe wachsen kann! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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