Wir haben Christus nicht von Angesicht zu Angesicht heilen und wirken gesehen

Bischof Oliver Gehringer

Wir haben Christus nicht von Angesicht zu Angesicht heilen und wirken gesehen und wir haben ihn nie persönlich predigen hören. Diese(n) Erfahrung(smangel) teilen wir mit fast allen Autoren des Neuen Testaments.

Unser Glaube beruht auf Zeugnissen, die wir weder hervorgebracht haben noch überprüfen können. Auch dies war schon für die meisten der frühen Christen so.

Eine schwache Basis, könnte man denken, für etwas, das doch Grund und Ziel unseres Daseins sein soll.

Erst recht für uns heute, die wir es gewöhnt sind, rational und Fakten basiert zu handeln.

Vielleicht ist es wie in einer neuen Liebe:

Wir wissen nicht, was der andere erlebt hat, bevor er uns begegnete, was ihn prägte und verbog, beglückte und traumatisierte;

Wir kennen nur einen kleinen Ausschnitt seiner Vergangenheit – und lassen ihn doch hinein in unser Leben.

Unter dem Gesichtspunkt totaler Rationalität und Kontrolle eine Tollkühnheit!

Wer weiß, worauf wir uns da einlassen?

Und genau so ins Ungesicherte hinein, auf ein Gerücht und eine Verheißung hin, hoffen wir auf denjenigen, den schon unsere Glaubensvorfahren Messias oder Christus genannt haben, und auf etwas, was wir mit ihnen Wiederkunft nennen.

Mit dem erstmaligen Kommen Christi hat das neue Zeitalter begonnen.

Der Tempel und das Priestertum des Alten Bundes sind hinfällig geworden; sie waren Zeichen, Hinweise auf den wahren Tempel und das wahre Opfer Christi.

Christus hat die Schuld der Welt auf sich genommen und getilgt, er allein.

Und er wird kommen, um sein Werk zu vollenden.

Das ist unser Glaube, darauf gründet unsere Hoffnung, daraus schöpfen wir Vertrauen, und dadurch können wir aus der Liebe Gottes zu uns leben.

Es braucht eigentlich keinen direkten oder (be)greifbaren Kontakt mit Jesus, denn das, was er für uns getan hat, ist auch heute noch spürbar in Menschen, die glauben und mit Worten davon erzählen, die vom Herzen kommen und Herzen berühren! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.