VOLG: Der Unterschied von Monarchisten und Reichsbürgern

Nachdem mich am gestrigen Tag jemand gefragt hat, ob ich ihm den Unterschied zwischen Monarchisten und Reichsbürgern sagen könnte, was wohl den Verdacht bedeutet, dass auch die Pan Europa Bewegung aus Reichsbürger bestände:  Ja, das kann ich!

Monarchisten folgen seit dem 21. Dezember 1867 der republikanischen Dezemberverfassung, in der ein 6 Augen Einstimmigkeitsprinzip zwischen Kaiser, Herrenhaus und Abgeordnetenhaus, heute Bundespräsident, Nationalrat und Bundesrat, bestand.

Wikipedia: Dezemberverfassung

Die Rechtsnachfolge des Kaisers regelte ab dieser Verfassung, das Herrenhaus, welches das Recht besaß, die Nachfolge des Kaisers zu akzeptieren oder auch abzulehnen.

Es bestand ein allgemeines Wahlrecht, eine bindende Direkte Demokratie und ein Zensurverbot!

Österreich war also Republik.

Ein Wort, welches laut Schlegel nicht mehr bedeutet, als „Volksherrschaft“.

Wikipedia: Republik

Laut Rousseaus auch keinen Widerspruch zur Monarchie verkörpert!

Monarchisten können daher, so wie die VOLG, durchaus republikanisch sein!

Monarchisten sehen als das „Kaisertum Österreich“ Cisleithanien, welches sich außer in der Südtirol Frage in der Spät-Entwicklung in keinerlei Punkten von der Fläche der heutigen Republik, also den 9 Bundesländern, unterscheidet.

Und vertreten die Auffassung, dass Österreich niemals Bestandteil des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation gewesen wäre.

Das es 975 n.Chr. als Ostarrichi, ein Lehen des Freistaates Bayern, entstand.

Das es 1045 n.Chr. zum Erzherzogtum wurde.

Und dies auch zur Zeit, als Franz Stephan I. von Lothringen Erzherzögin Maria Theresia ehelichte, blieb.

Maria Theresia also nur Erzherzögin von Österreich und Königin von Ungarn gewesen wäre, niemals aber deutsche Kaiserin.

1804 bei der Gründung des Kaisertums Österreich hätte es sich um eine Personalunion zwischen Franz II. des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation und Franz I. von Österreich gehandelt.

Und es wäre am 21. Dezember 1867 durch die Sanktionierung der Dezemberverfassung durch Kaiser Franz Josef I. zur Republik geworden.

Bis dann 1887, mit der Gründung der Deutschnationalen, der Wunsch in Österreich auftauchte, sich an das Heilige römische Reich Deutscher Nation anzuschließen.

Einen Gedanken, denn die Monarchisten bis in das Jahr 1938 hinein, kategorisch ablehnen.

Die Monarchisten zur Zeit des Deutschen Reiches im Widerstand, vertreten durch Otto von Habsburg, sehen.

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Allerdings betrachten die Monarchisten Österreich ab dem 11.11.1918 auch als durch Deutschösterreich besetzt.

Seit dem Einmarsch der Deutschnationalen in Schönbrunn und der Nötigung Kaiser Karl I. zur Unterschrift.

Der sich hierbei allerdings auf das 6 Augen Prinzip der Dezemberverfassung berief.

Reichsbürger lehnen darüber hinaus die Gesetze und Behörden der „Republik Österreich“ ab. Während dem die Monarchisten davon ausgehen, dass Österreich auch nach 1918 eine Republik geblieben ist. Wenn auch das Kaisertum Österreich besetzt wurde.

Den Behörden wäre während einer Besatzung unbedingt Folge zu leisten.

Die Befreiung des Kaisertums Österreich könne letztlich nur im Rahmen der „Republik Österreich“ durch Teilnahme an Wahlen erfolgen.

So weit zum Unterschied von Monarchisten und Reichsbürgern!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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