Kritik am Reichtum und den reichen Eliten

Bischof Oliver Gehringer

Kritik am Reichtum und den reichen Eliten des Volks durchzieht das Alte wie das Neue Testament.

Die Epistel legt den Schwerpunkt der Kritik auf die Ungerechtigkeit jener Reichen, die auf Kosten ihrer Arbeiter einen vergänglichen Materialismus genießen.

Die im Jakobusbrief angesprochenen Menschen, die Wohlhabenden wie die Arbeiter, sind Christen, keine Heiden, sie gehören zur Gemeinde, die sich sozial schon sehr differenziert zeigt.

Im Miteinander zeigen sich Konflikte und Spannungen, die zum Himmel schreien und eigentlich nicht zu Menschen passen, die die Botschaft Jesu angenommen haben.

Das dürfen wir – um der Botschaft Jesu willen – nicht auf sich beruhen lassen, das darf nicht so bleiben.

Die Verhältnisse werden sich aber nur dann wirklich ändern, wenn die Einzelnen an sich arbeiten und sich ändern. Hinsehn. Handeln. Hilfe holen.

Der Verfasser des Jakobusbriefes, der sieht, was sich abspielt, wirbt um die Menschen, die da zusammenleben, ohne miteinander zu leben.

Und er sagt noch viel mehr: nicht nur ich sehe das, Gott sieht auch hin.

Gott überhört die Klagerufe der Armen und Benachteiligten nicht, er hört sie und wird das nicht auf sich beruhen lassen.

Eine spannungsfreie Harmonisierung von so viel Ungerechtigkeit und Unbarmherzigkeit ist nicht angebracht.

Die Lesung mahnt uns, in jedem heute geschehenden Unrecht und auch in der ungerechten Armut auch das Leiden Christi wahrzunehmen und den Kampf für Gerechtigkeit als Christenpflicht zu begreifen.

Wir können und wir müssen etwas ändern, das ist unser Auftrag. Die Zeit ist vorbei, nur darauf zu warten bis andere etwas tun.

Wir müssen selbst proaktiv werden, sonst werden sich die Verhältnisse, die heute nicht anders sind, auch in der Zukunft nicht verändern. Wir sind gefordert heute etwas zu tun, damit das Morgen eine Chance hat.

Und, wenn jeder Einzelne von uns, dort Ungerechtigkeit und Unbarmherzigkeit aufzeigt, wo er lebt, und mit gutem Beispiel voran geht, dann wird sich das auch wie ein Flächenbrand auf das ganze Umfeld auswirken.

Wir haben die Chance, die Welt zu verändern, wir sollten sie nicht verpassen! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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