Die Tücken der Erwachsenenvertretung!

Auch wenn es seit dem 1.1.2018 leichter möglich geworden ist, liebe Freunde, dass es nicht mehr familienfremde Sachwalter übernehmen müssen, Familienangehörige zu vertreten, sondern es in Zukunft mehr und mehr die Familie übernehmen sollte, so stelle ich in den letzten beiden Wochen, seit meiner Ernennung zum Erwach-senenvertreter, fest, wie schwierig diese Aufgabe doch sein kann. Wie viele Fragen da für einen plötzlich auftauchen.

Das fängt schon einmal von Grund auf mit einer ganz einfachen Richtungsentscheidung an:  Heim oder Hauspflege?

Denn bereits hier kann es in der Familie des Vertreters, dem Sohn oder der Tochter zu großen Spannungen kommen.

Es ist aber nur eine der Fragen!

Da fragt man sich zum Beispiel, welche Versicherungen für den Vertretenen bestehen?

Und auf welcher Klasse sie liegen, wenn sie einmal im Krankenhaus sind.

Oder aber auf welcher Bank wohl der Angehöriger sein Konto hat?

Fragt man sich, ob man in der Lage ist, die Zahlungsverpflichtungen des Angehörigen alle korrekt aufzufinden?

Bleibt die Frage offen, ob man besser gerichtlicher oder gesetzlicher Erwachsenenvertreter ist?

Also ob man die Gesamtverantwortung übernimmt, oder nur das Gericht bei der Verwaltung unterstützt?

Und man sollte sich bereits darauf einstellen, nichts zu vergessen, wenn die Angehörigen wieder einmal im Krankenhaus sind.

Was zum Beispiel ist mit dem „Essen auf Rädern“?

Fragt man sich, ob Gas und Strom zu bezahlen sind?

Oder ob man dies in der Zeit des Krankenhauses abstellen lassen sollte?

Sprich tausend Fragen, die man eigentlich nur dann beantworten kann, wenn man den Vertretenen wirklich gut kennt!

Was allerdings, da man als Erwachsener nicht unbedingt an der selben Stelle wohnt, oftmals nicht gegeben ist.

Da verflucht man, nicht mehr Kontakt gesucht zu haben!

Denn um all das Herauszufinden, braucht man ansonsten unheimlich viel Zeit!

Weil der vertretene Erwachsene ja nicht deshalb vertreten wird, weil er diese Fragen selbst so gut beantworten könnte!

Und wenn man sich all dies so überlegt, so wird einem zum ersten Mal bewusst, wie schwer es bisher eigentlich die sogenannten Sachwalter gehabt haben.

Die meist nicht nur einen, sondern mehrere vertretene Fälle inne gehabt hatten!

Wenn wundert es also, wenn diese am Liebsten darauf schauten, dass die Menschen ins Heim kamen!

Auch wenn mir selbst für meine Familie eine andere Lösung vorschwebt!

Denn: Momentan habe ich in einem einzigen Fall die Erwachsenenvertretung, die meiner Mutter übernommen und merke schon dabei, wie viel Zeit doch dabei drauf geht, nur diesen Fall zu bearbeiten.

Ich nun einige Tage gebraucht habe, einmal zu wissen, wo ich überhaupt anfangen soll.

Während ich natürlich auch weiter mein Leben zu meistern habe!

Und wenn dann noch der Fall dazu kommt, dass der Bruder, der Jahre lang mit der Mutter zusammengelebt hat zur selben Zeit in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie gelandet ist, dann wird es wirklich schwierig.

Ich werde mich also bemühen, so bald wie möglich in die neue Situation hineinzuwachsen und muss mich entschuldigen, wenn manchmal meine Artikel selbst eher ein Hilferuf sind. Oder vielleicht nicht mehr so regelmäßig wie bisher erscheinen können!

Danke!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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