Schindluder durch das „VertreterNetz“?

Was eigentlich ist ein „VertreterNetz“? Das frage ich mich als vor gut 4 Wochen mein Telefon läutet und sich eine für mich wildfremde Person als „VertreterNetz“ ausgibt. Name: Unbekannt.

Vertreter, denke ich mir. Sprich: Mir will jemand Etwas verkaufen!

Was hat man in den Medien gelesen?

Nun: Ja nicht JA sagen!

Denn: Das wird dann auf Tonband aufgenommen und gilt als Vertragsabschluss. 

Also, Vorsicht!

Weil man ansonsten irgendein Zeitungsabo, eine Versicherung, oder Alles mögliche angedreht bekommen könnte.

Denn: Nicht alle Vertreter sind seriös!

Ich muss mich also darauf einstellen, bei jeder Antwort das „JA“ zu umschiffen!

Ausweichend antworten.

Das Wort „JA“ aber auf jeden Fall vermeiden!

Die Dame am Telefon ist ja an und für sich ganz freundlich!

Aber sind dies nicht alle Vertreter?

Erzählt mir, dass meine Mutter im Spital liegt.

Etwas das mich nicht besonders wundert, da sich die Gespräche meines Bruders und mir die vorangegangenen 5 Wochen schon um nichts Anderes drehten.

Die Phase in der Intesivstation. Da wo wir uns Sorgen machten, dass sie nun stirbt.

Die wir glücklicherweise überstanden haben.

Uns darüber freuten, dass sie sich auf dem Weg der Besserung befand. Als sie auf die Normalstation kam.

Noch einmal erschraken, als sie noch einmal auf der Intensiven landete. Noch einmal bangten.

Bis sie es in die Rehab in Kapfenberg schaffte!

Und eigentlich bin ich sauer, weil sich Vertreter genau die Geschichte einer kranken Person hernehmen, um mir irgendetwas verkaufen zu wollen!

Denn: Ich bin angesichts der Geschichte der letzten Wochen gar nicht in der Lage, dem Gespräch so aufmerksam zu folgen.

Wie auch? Es hat mich ja persönlich belastet?

Also ist dieses Gespräch von der persönlichen Belastung, gleichzeitig aber auch dem Gedanken, dem JA unbedingt zu entgehen, geprägt.

„Wir suchen einen Erwachsenenvertreter für ihre Mutter!“, meint die Dame am Telefon.

Und ich wundere mich:

Will mich nunmehr jemand einladen, für ihn bei meiner Mutter irgendetwas zu verkaufen?

Jemand, der bei ihrer Mutter vertreten soll!

Denn: Auf die Idee, mir erst einmal zu erklären, was ein „VertreterNetz“ ist, kommt gar keiner. Wie selbstverständlich geht man davon aus, dass ich das kenne.

Und ich denke mir:

Wäre das etwas Seriöses, so hätte man mich wahrscheinlich schriftlich im Vorfeld informiert!

Denke mir weiter:

Schäbig also, dass man nunmehr sogar die Angehörigen von kranken Menschen, die dem Tod gerade entronnen sind, missbrauchen will.

Bin aber froh, dass ich solche Telefonate aus Deutschland und der Slowakei schon kenne.

Seitdem ich zur Nationalratswahl 2017 für die Obdachlosen in der Politik (ODP) angetreten bin, erreichen mich fast täglich Vertretertelefonate.

So das ich bereits eingeübt bin, nicht JA zu sagen.

Denk mir: Ihr werdet mir nichts verkaufen!

Bin froh, als die Frau wenig später auflegt. Ich noch einmal nachdenke. Habe ich eh nicht JA gesagt. Und mich dann daran mache die Nummer zu recherchieren.

Und ich verfalle.

Denn: Als ich die Nummer in den Google eingebe, steht dort:

Tel. 03332/61790, Verein für Sachwalterschaft und Patientenanwaltschaft.

Ui! Denke ich mir.

Also doch kein Vertreter!

Und entschließe mich umgehendst die Nummer zurückzurufen.

Stelle aber fest:

Obwohl ich hierzu nur 5 Minuten gebraucht habe, hebt dort niemand mehr ab.

Man will offensichtlich mein JA dort doch nicht hören!

Sage meinem Bruder, er solle sich doch dort noch einmal erkundigen, weil er zugegebener Massen über die Finanzgebahrungen meiner Mutter besser Bescheid weiß.

Ob nicht er die Aufgabe übernehmen könnte!

Und erfahre: Geht nicht! Hat derzeit selbst Probleme!

Ich versuche die nächsten Tage noch ein paar Mal die Nummer anzurufen.  Erreiche aber niemals wen. Und werde auch nicht zurück gerufen!

Mache mich aber in der Zwischenzeit schlau darüber, wie weit die Aussage, der Dame:

Ihre Mutter muss unter allen Umständen in ein Heim kommen

überhaupt der Realität entspricht.

Und bin ein zweites Mal überrascht!

Denn: Der behandelnde Arzt, Dr. Fuchs, der Leiter des Rehab Zentrums in Kapfenberg sieht das ganz anders.

Keine Rede davon das meine Mutter in ein Heim kommen muss.

Seiner Meinung nach kann meine Mutter wieder ganz normal nach Hause. Sie wird nur im Rollstuhl verbleiben. Wir müssen also bauliche Maßnahmen ergreifen.

Etwas schwierig, wenn das Geld durch ein VertreterNetz blockiert ist!

Die Bauarbeiten sollen dafür, so Dr. Fuchs, möglichst bald erfolgen.

Weil meine Mutter Heimweh hat.

Und das selbe stelle ich bei einem Besuch am 15.10.2018, am Christi Himmelfahrtstag, dann auch fest.

Ein Besuch, bei dem meine Mutter mehrfach darum ersucht, man möge sie doch mitnehmen.

Etwas, das der Arzt, so ein persönliches Gespräch nur zu gerne bewilligen würde.

Wäre da nicht das VertreterNetz. Welches die Finanzen blockiert!

Denn ich erfahre auch, dass das Gericht inzwischen einen Notar zum Erwachsenenvertreter eingesetzt hat.

Auf meine schriftliche Einwilligung offensichtlich verzichtet. 

Mich noch nicht einmal auf dem Laufenden gehalten hat, wer nun Erwachsenenvertreter wird.

Und als ich mich schlau mache, was dieser Verein von so einem Vorgehen hat, stelle ich fest:

Er kann nicht nur das gesamte Vermögen und Einkommen meiner Mutter verwalten, sondern auch noch gleichzeitig EUR 75,- pro Besuch in Rechnung stellen.

Also doch Vertreter denke ich mir!

Oder: Seht ihr das anders?

Anmerkung: Ich habe mich daher dazu entschlossen, um mein Recht als Angehöriger im Bezug auf Erwachsenenvertretung zu kämpfen und ersuche um ihre Mithilfe! Danke!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.