Unter dem Einfluss von Heilspropheten macht sich bei den verschleppten Israeliten Hoffnung breit

Bischof Oliver Gehringer

Bald würden sie wieder zurück in ihre Heimat (Jerusalem) dürfen.

Im Anschluss an seine erste Vision wird Ezechiel von Gott beauftragt, dazu mit einer „prophetischen Performance“ Stellung zu beziehen.

Deren Ziel ist es, dem Volk die Augen für seinen wahren Zustand zu öffnen und ihm das bevorstehende Handeln Gottes an Jerusalem zu verdeutlichen.

Ezechiel erhält den Auftrag, seine Sachen zu packen wie einer, der ins Exil gehen muss, und am Abend die Stadt zu verlassen, aber so, dass alle es sehen können.

Es soll für sie eine Warnung sein, eine Mahnung zur Umkehr, ein Angebot der Rettung.

„Vielleicht sehen sie es“.

Aber sie haben es nicht gesehen und sie haben auch die deutenden Worte des Propheten nicht gehört.

Dann haben die Ereignisse selbst ihre Sprache gesprochen.

Die Bewohner dieser Stadt werden nämlich noch eine neue Deportation ertragen müssen.

Wer da noch Träume auf eine baldige Heimkehr nährt, der liegt komplett falsch und handelt unverantwortlich.

Jetzt geht es einzig darum, Sinn und Verstand auf Zeichen und Spuren des göttlichen Handelns in der Gegenwart auszurichten.

Nur von Gott her werden aktuell drängende Fragen ihre Antwort bekommen.

Worte, symbolische Handlungen und geschichtliche Ereignisse, alles ist Sprache Gottes: „damit sie erkennen, dass ich der Herr bin“.

Aber die Menschen haben eine seltsame Fähigkeit, eine besondere „Eigenart“ nichts zu sehen und nichts zu hören von dem, was für sie wichtig uns wesentlich ist, und auch das Begriffene und Erlittene bald wieder zu vergessen.

Wenn wir uns unsere eigene, jüngere Geschichte genauer ansehen, dann haben wir offensichtlich diese Fähigkeit und Eigenart immer noch.

Man könnte fast schon sagen, wir haben unsere Fähigkeit zu lernen aufgegeben und sind zu „geschichtlichen Widerholungstätern“ geworden – dabei waren und sind die Zeichen doch sehr deutlich zu erkennen – also gilt auch uns der Spruch: „Vielleicht sehen wir es“ (ja doch noch) und kehren endlich um, auf den richtigen Weg! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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