Ich hab doch niemand etwas Böses getan!

Am gestrigen Tag, ich hatte davor viele Wochen mein Umfeld darum ersucht mich doch hinunterzubringen, liebe Freunde, weil es mich tatsächlich ein wenig Überwindung gekostet hat, habe ich mich endlich dazu durch-gerungen, gemeinsam mit meiner Frau meine Mutter in der Rehab in Kapfenberg zu besuchen. Erstmalig seit 20 Jahren sie wieder einmal ohne meinen Bruder zu sehen.

Wir sind mit der Bahn gefahren! Ein teurer Spaß sag ich Euch!

EUR 128,- für 2 Personen!

Meine Mutter, die ich zuvor seid 20 Jahren nicht mehr alleine gesehen hatte!

Denn: Meine Mutter und mein Bruder haben nach der Scheidung meiner Eltern ein dermaßen inniges Verhältnis zueinander entwickelt, dass man den Einen ohne den Anderen nicht mehr so leicht antraf.

Doch: In der Zeit in der mein Bruder als evangelischer Vikar in Kufstein und in Völkermarkt war. Bevor ihm die Kirche mitteilte, ihn nicht zu übernehmen.

Er überraschend zurück kam!

Ich wieder gehen musste!

Wir haben uns also am gestrigen Tag dazu entschlossen sie besuchen zu fahren, um nun ja, uns einmal selbst ein Bild von der Lage nach einer Gehirnoperation zu verschaffen.

Denn: Obwohl in den letzten Jahren viele Dinge vorgefallen sind, so hab ich mich dennoch dazu entschlossen, mit meinem Bruder darum zu kämpfen, dass sie wieder nach Hause kommen darf.

Weil, sie sitzt jetzt im Rollstuhl und wartet darauf, was mit ihr weiter passiert.

Fragt, was sie böses getan hat?

Und ganz ehrlich obwohl meine Frau nunmehr erst seit 14 Jahren bei mir ist, fallen sogar ihr so einige Dinge ein.

Denn: Das Verhältnis meiner Mutter und mir war seid der Scheidung nicht wirklich so gut.

Weil mein Bruder, der 2 ½ Jahre jünger ist als ich, der gerne „Kaiser“ sein würde, dies von der pragmatischen Sanktion her ableitet und daher ein älterer Bruder so überhaupt nicht ins Konzept passt! Mir persönlich hierfür ja der Zusammenhang der Familie mit dem Haus Habsburg fehlt.

Aber: Vielleicht bin ich da zu kleinlich?

Sie und mein Bruder die Meinung vertraten, dass sich nicht nur mein Vater, sondern damit, dass ich auf Gerichtsanweisung bei diesem blieb, auch ich mich von ihnen habe scheiden lassen. Nun, damals war ich sieben.

Meine Mutter daher nicht unbedingt für mich Alimente zahlen wollte.

Wir uns also 6 Mal wegen einer Einstellungsklage vor Gericht trafen?

Sie mich, als mein Bruder aus dem Vikariat zurück kam, weil man es ihm schon knapp vor Weihnachten mitgeteilt hatte,  in einer Nacht und Nebel Aktion mitten in den Schnee hinaus setzte. Der Narr seine Schuldigkeit getan hatte!

Und das buchstäblich. Nicht nur im übertragenen Sinn.

Oder: Sie mir und meiner Frau, weil wir meine Mutter dennoch darum ersucht hatten, unsere Trauzeugin zu sein, am nächsten Tag per SMS mitteilte, sie wäre anders als am Tag zuvor, doch nicht bereit dazu?

Begründung: Weil meine Frau wäre von der russischen Mafia. Sie hätte es nur auf das Haus und das Puppenmuseum Pöllau abgesehen.

Weil eben, um es satirisch auszudrücken, die Mafia das höchste Interesse an Puppen hat!

Punkte, die das Verhältnis meiner Mutter und mir ein wenig trübten.

Und jetzt sitzt sie gestern da und meint:

Ich habe niemanden etwas Böses getan!

Während sich meine Frau und ich anschauen und denken:

Nun, dass sehen wir ein Wenig anders!

Und dennoch sind sich meine Frau und ich auch in einem anderen Punkt einig:

Auch wenn der Mensch, der uns da gegenüber sitzt immer noch keinerlei Einsicht zeigt. Wir sollten vergeben.

Denn hierfür gibt es die biblische Anweisung:

Mt. 18,21-35
Von der Vergebung (Der Schalksknecht)
21 Da trat Petrus hinzu und sprach zu ihm: Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist’s genug siebenmal? 22 Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal. 23 Darum gleicht das Himmelreich einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. 24 Und als er anfing abzurechnen, wurde einer vor ihn gebracht, der war ihm zehntausend Zentner Silber schuldig. 25 Da er’s nun nicht bezahlen konnte, befahl der Herr, ihn und seine Frau und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu zahlen. 26 Da fiel der Knecht nieder und flehte ihn an und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s alles bezahlen. 27 Da hatte der Herr Erbarmen mit diesem Knecht und ließ ihn frei und die Schuld erließ er ihm auch. 28 Da ging dieser Knecht hinaus und traf einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Silbergroschen schuldig; und er packte und würgte ihn und sprach: Bezahle, was du schuldig bist! 29 Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Hab Geduld mit mir; ich will dir’s bezahlen. 30 Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er bezahlt hätte, was er schuldig war. 31 Als nun seine Mitknechte das sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten bei ihrem Herrn alles vor, was sich begeben hatte. 32 Da befahl ihn sein Herr zu sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; 33 hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe? 34 Und sein Herr wurde zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt hätte, was er schuldig war. 35 So wird auch mein himmlischer Vater an euch tun, wenn ihr nicht von Herzen vergebt, ein jeder seinem Bruder.

Und ich kann daher dem Arzt kurze Zeit später bestätigen:

Ja, ich und mein Bruder werden versuchen darauf zu schauen, dass meine Mutter möglichst bald wieder nach Hause kann. Denn: Sie hat Heimweh.

Gerade aber, weil ich in der eigenen Familie solche Erlebnisse erlebe, beginne ich mich dann zu fragen, wie weit man nicht in der Politik versuchen sollte, die Gräben ebenso zu zu graben.

Frage ich mich:

Gibt es in der Politik Sippenhaftung?

Und: Kann ich eine gesamte Gruppe für das Handeln Einzelner verantwortlich machen?

Auch wenn Fehler in einer Partei passieren:

Wie oft soll ich vergeben?

Und: Wem soll ich vergeben?

Denn einmal ehrlich, was bringen die Vorverurteilungen.

Wenn es in der AfD Menschen gegeben haben sollte, die Goebbels Reden analysierten, dann gehören in Wahrheit diese angezeigt und aus der Partei ausgeschlossen!

Nicht aber die gesamte Partei verurteilt.

Denn: Niemand kann mir erzählen, dass sämtliche Funktionäre und Funktionärinnen von oben bis unten Nazis wären!

Ich glaube sogar, sollte es so gewesen sein, dass die wenigsten FunktionäreInnen darüber Bescheid gewusst haben!

Nun, wer es wusste oder vorgibt zu wissen:

Franziska Schreiber.

Welche sich nunmehr als Heldin feiern lässt, dass sie, sollte es so gewesen sein, dabei mitgewirkt hat.

Denn: Woher sollte sie ansonsten darüber Bescheid wissen?

Und: Das selbe gilt für mich auch für die FPÖ!

Es hat zweifelsfrei deutsch-nationale bis rechtsextreme Zwischenfälle in dieser Partei gegeben!

Oder: Es gibt diese immer noch. Vorfälle, die tunlichst genau verfolgt gehören!

Die es gegeben hat!

Denn: Es gibt ausreichend rechtskräftige Verurteilungen.

Es wurde aber weder gegen die AfD noch gegen die FPÖ jemals ein Parteiaufhebungsverfahren eingeleitet!

Und daher zu sagen:

Ich mag diese Parteien nicht, also sind alles Nazis?

Sorry, das erscheint mir eher faschistoid!

Die Gerichte jedenfalls betrachteten es als Einzelfälle. Sahen keine Notwendigkeit ein Parteiaufhebungsverfahren einzuleiten.

Und daher sollten wir dies auch nicht tun!

Mt 7,1
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.

Insbesondere, da ja die FPÖ, so Oskar Bronner im Standard, ihren Fehler eingesehen haben dürfte.

So der Standard, nicht mehr bei den deutsch-nationalen, sondern inzwischen beim Team Stronach, also den Österreich Patrioten, rekrutiert!

Der Standard: FPÖ übernahm ehemalige Team Stronach Mitarbeiter

Und daher sollte man auch in diesem Fall in beiden Richtungen, ja von Seiten der SPÖ zur FPÖ, aber auch umgekehrt, Vergebung gelten lassen.

Denn wie heißt es:

Lk 6,41 Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?

Oder: Seht ihr das anders?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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