Der Leib Jesu: Praktische Lektionen aus Johannes 21,1-14

Bibelstellen: Johannes 21,1-14

In Johannes 21,1–14 finden wir einige praktische Lektionen, die wichtig sind für unser Miteinander als Gläubige:

„Simon Petrus und Thomas, genannt Zwilling, und Nathanael, der von Kana in Galiläa war, und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen“ (Joh 21,1).

Lektion: Es ist gut, wenn Gläubige zusammen sind, denn Gläubige brauchen einander. Ein Gläubiger, der sich aus der Gemeinschaft der Gläubigen zurückzieht, ist wie eine glühende Kohle, die aus dem Feuer genommen wird. Sie wird nach kurzer Zeit abkühlen.

„Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe hin fischen. Sie sprechen zu ihm: Auch wir gehen mit dir“ (Joh 21,3).

Lektion: Unter den Gläubigen gibt es Führer und Geführte. Führer, die wie Petrus die Richtung vorgeben, haben ihre Verantwortung. Aber auch diejenigen, die wie die übrigen Jünger geführt werden, haben ihre Verantwortung.

„Sie gingen hinaus und stiegen in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts“ (Joh 21,3).

Lektion: „Außer mir könnt ihr nichts tun“ (Joh 15,5). Außerhalb der Gemeinschaft des Herrn können wir nichts tun. Dies gilt sowohl für natürliche als auch für geistliche Belange. Die Jünger befanden sich hier auf einem eigenwilligen Weg, den der Herr nicht segnen konnte.

„Als aber schon der frühe Morgen anbrach, stand Jesus am Ufer; doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus war. Jesus spricht nun zu ihnen: Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen?“ (Joh 21,4.5).

Lektion: Der Herr stand am Ufer und sah alles, was seine Jünger taten. Er ließ sie nicht aus den Augen. Ihm läuft auch heute nichts aus dem Ruder. Wenn der Herr eine Frage stellt, hat Er eine Absicht damit. Er wollte seine Jünger zum Nachdenken bringen und bemühte sich, sie wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

„Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, und ihr werdet finden. Da warfen sie es aus und vermochten es vor der Menge der Fische nicht mehr zu ziehen“ (Joh 21,6).

Lektion: Der Herr gab seinen Jüngern eine einfache und klare Anweisung und verband damit einen reichen Segen. Das Befolgen der Anweisung des Herrn erforderte aufseiten der Jünger Glauben, den der Herr reich belohnte. Auf Gehorsam folgt immer Segen. Das ist auch heute noch so (vgl. Jos 1,7).

„Da sagt jener Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr“ (Joh 21,7).

Lektion: Es war Johannes – der Jünger, der sich im Besonderen der Liebe des Herrn bewusst war –, der den Herrn hinter dem Wunder erkannte. Doch diese Erkenntnis behielt er nicht für sich, sondern gab sie an andere weiter. Auch wir sollen einander hinweisen auf die Person des Herrn. Der Herr Jesus ist die Lösung für jedes Problem und der Schlüssel für jede Tür. Er steht hinter jedem Segen.

„Simon Petrus nun, als er hörte, dass es der Herr sei, gürtete das Oberkleid um – denn er war nicht bekleidet – und warf sich in den See. Die anderen Jünger aber kamen mit dem Boot“ (Joh 21,7.8).

Lektion: Petrus warf sich in den See; die anderen Jünger kamen mit dem Boot. Nachfolge hinter dem Herrn Jesus her hat immer auch eine persönliche Note (Joh 21,7.8). Natürlich gibt es Grundsätze der Nachfolge, aber die individuelle Ausgestaltung der Nachfolge bleibt dem Einzelnen überlassen.

„Als sie nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer angelegt und Fisch darauf liegen und Brot. Jesus spricht zu ihnen: Bringt von den Fischen her, die ihr jetzt gefangen habt“ (Jh 21,9.10).

Lektion: Als die Jünger ans Land kamen, hatte der Herr bereits Fisch und Brot für sie zubereitet. Dennoch bat Er sie, von den Fischen herzubringen, die sie gefangen hatten. Wir lernen daraus: Der Herr Jesus ist nicht auf uns angewiesen, aber Er möchte uns trotzdem gebrauchen.

„Jesus spricht zu ihnen: Bringt von den Fischen her, die ihr jetzt gefangen habt“ (Joh 21,10).

Lektion: „Werft das Netz aus!“ – „Bringt von den Fischen her!“ (Joh 21,6.10). Der Herr gibt seinen Jüngern zwei Aufträge, die wir auch auf unseren Dienst übertragen dürfen. Der erste Auftrag bezieht sich auf die Verkündigung des Evangeliums. Der zweite Auftrag erinnert uns daran, dass auch die Gläubigen immer wieder zum Herrn Jesus geführt werden sollen. Paulus war sowohl ein Diener des Evangeliums als auch der Versammlung (vgl. Kol 1,23.25).

„Da ging Simon Petrus hinauf und zog das Netz voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig, auf das Land; und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht“ (Joh 21,11).

Lektion: Während die Jünger das mit den Fischen gefüllte Netz auf dem See kaum zu ziehen vermochten (Joh 21,6), hören wir jetzt, dass Petrus es auf Anweisung des Herrn allein auf das Land zog. Wir lernen daraus: Wenn der Herr Jesus uns eine Aufgabe gibt, dann gibt Er uns mit der Aufgabe auch die nötige Kraft dazu.

„Jesus spricht zu ihnen: Kommt her, frühstückt!“ (Joh 21,12).
„Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch“ (Joh 21,13).

Lektion: Zweifellos waren die Jünger nach dieser erlebnisreichen Nacht müde und hungrig. In seiner Gegenwart wollte der Herr Jesus ihnen nun die nötige Ruhe und Nahrung schenken. Er möchte auch uns nach einem Dienst in der Gemeinschaft mit Ihm die nötige Ruhe und Nahrung schenken. Dabei gibt Er jedem von uns, was wir benötigen, und spricht zu Herz und Gewissen.

(In Anlehnung an einen Vortrag von Ernst-August Bremicker)

Daniel Melui


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Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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