CPÖ vs. ODP: Christlich ist nicht gleich christlich!

Wie gross doch der Unterschied zwischen zwei christlichen politischen Gruppen sein kann, liebe Freunde, dass merke ich immer wieder, wenn ich am Facebook mit Norbert Josef Huber disku-tiere. Der ja die CPÖ Standpunkte relativ erfolgreich vertritt. Diese dann mit den ODP Standpunkten abgleiche. Feststelle: Beide sind zum Beispiel für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Aber: Wir kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, wenn wir uns fragen: WARUM? Merken: Gleiche Basis, aber vollkommen anders gesehen!

Ich zum Beispiel vertrete die Meinung, ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre eine geeignete Grundlage zur Kaufkraftsteigerung. Man sollte sie nur leistungsbezogen ergänzen.

Norbert Huber wiederum vertritt die Meinung, dass der Mensch dann nicht so viel arbeiten müsste.

Und wenn ich in die Bibel schaue:

2.Mose 20,9
Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.

Dann soll doch der Mensch im Sinne Gottes 6 Tage arbeiten.

Und genau dann beginnt sich auch schon der Weizen von der Spreu zu trennen!

Weil ich die Meinung vertrete, dass die Grundlage der christlichen Politik die Bibel sein sollte.

Während Norbert Huber hierbei im Willen Gottes, der Arbeit, etwas Hinderliches erachtet.

Die Meinung vertritt:

Könnte es sich die Gesellschaft leisten, so wäre es am Besten, wenn der Mensch überhaupt nicht arbeiten müsste.

2.Mose 23,16
Und du sollst halten das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast, und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde.

Und ich mir wieder denke:

Gal 6,9
Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen.

Er also letztlich alles von Seiten der Egozentrik des Menschen her sieht. Während dem sich bei mir alles um die Bibel und deren Umsetzung in dieser Welt dreht.

Mt 6,10
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Wir von der ODP also die Bibel als Maßstab nehmen.

Die eben im Bezug auf Arbeit deren Befürwortung vorsieht.

Anders als Norberts sozialistisch-kommunistischer Ansatz!

Der auf:

Wir nehmen es bei den Reichen und geben es den Armen beruht!

2Mo 20,17
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

Was übrigens nicht heißen soll, dass ein Reicher nichts für die Armen tun sollte:

Mt 25,45
Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

Das ist auch wieder biblisch.

Aber bitte freiwillig!

Norbert also bei den Reichen nehmen will, während dem ich nach Wegen suche, wie ich die Kaufkraft des Menschen steigern könnte ohne anderen Menschen dabei Etwas wegzunehmen.

Übrigens: Ein Problem des sozialistischen Gedankens, dass er immer davon ausgeht bei den Reichen zu nehmen und es den Armen zu geben. Eine Verletzung der 10 Gebote. Meiner Meinung nach kann Sozialismus also nicht christlich sein!

Und ich glaube, dass haargenau da die Grenze von links und christlich verläuft. Zwischen der ODP und der CPÖ.

Denn die CPÖ will offensichtlich rein im Interesse des Menschen an der Armutsgrenze gegen die Wirtschaft, die sie hierfür verantwortlich macht agieren!

Also nicht nach einer homogenen Gesellschaft suchen, sondern den Klassenkampf! Den ich mir wiederum unter der goldenen Regel sehr schwierig vorstelle:

Lk 10,27
Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18).

Oder:

Wie soll ich eine Leerstandssteuer für Immobilien im Blickpunkt der goldenen Regel tatsächlich betrachten?

Anders betrachten als eine Begierde nach dem Eigentum eines Nächsten!

Dabei:

Warum Immobilien leer stehen

Immobilien, wenn es Geschäfte sind, so wie in Wien, stehen leer, weil es einfach viel zu wenig junge Leute gibt, die heute zu Tage in einer Zeit einer schlechten Kaufkraft das Risiko des Unternehmertums eingehen.

Oder stehen leer, wenn ein Unternehmen den Abriss eines Hauses plant, um der Bauwirtschaft Baufläche zu verschaffen und damit im Bausektor Bauarbeiter Jobs zu sichern.

Niemand aber wird Immobilien leer stehen lassen, wenn er sie nicht abreissen will oder keinen Mieter findet, weil die Bausubstanz darunter leiden würde.

Derjenige, der also ein leerstehendes Immobil hat, ist schon ohne einer weiteren Steuer bestraft genug.

Fazit

Ich glaube, genau das zeigt den deutlichen Unterschied des Denkens einer CPÖ, die Norbert Josef Huber vertritt oder uns von der ODP. Wir sind dafür, dass man durch Arbeit zu Etwas kommen kann. Nicht durch Gebotsbruch.

Spr 14,23
Wo man arbeitet, da ist Gewinn; wo man aber nur mit Worten umgeht, da ist Mangel.

Was übrigens nicht bedeutet, dass wir die Globalisierung einer Liste Kurz mittragen würden.

Denn da geht es darum, dass der Große den Kleinen frist!

Was wiederum eine Verletzung des selben Gebotes bedeutet!

5Mo 5,21
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist.

Dies darüber hinaus in meinen Augen KURZ-sichtig ist!

Weil: Wenn ein Konzern keine Distributoren mehr hat, also Klein- und Mittelunternehmer, dann bringt er seine Waren auch nicht wirklich bis zum Kunden.

Wird also Weniger oder Nichts verkaufen!

Und als Distributoren sind Selbstständige besser als Angestellte, weil diese im Eigeninteresse handeln! Sich selbst motivieren!

Anmerkung: Ein guter Ansatz um MitarbeiterInnen gleich gut zu motivieren, wäre übrigens eine Gewinnbeteiligung! Sprich: Ein erfolgsabhängiger Lohn! Was unter Umständen auch ein neuerliches Interesse am Unternehmertum aufflackerln lassen würde!

Und wenn man der Wirtschaft tatsächlich helfen will, so muss man darauf schauen, dass 8,4 Millionen Menschen in Österreich eine Kaufkraft erlangen! Damit die Wirtschaft die notwendigen Arbeitsplätze schaffen kann!

Nicht propagieren, dass der Mensch möglichst nichts tun muss um im Wohlstand zu überleben. So wie die CPÖ. Weil dann nämlich die Kaufkraft fehlt!

Denn: Das es genügend Arbeitsplätze gibt, dass wäre wieder biblisch!

Einmal abgesehen davon, dass dies auch die Menschenrechte garantieren:

Alle 30 Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrehte

Artikel 23 (Recht auf Arbeit, gleichen Lohn)
Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Jeder, ohne Unterschied, hat das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.

Jeder hat das Recht, zum Schutz seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Oder: Seht ihr das anders?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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Eine Antwort zu CPÖ vs. ODP: Christlich ist nicht gleich christlich!

  1. Ja, das sehe ich eindeutig anders.
    1.) Repräsentiere ich keineswegs die CPÖ in all diesen Fragen. Es sei denn man wählt mich als CPÖ Kandidat und ich kann meine Vorstellungen umsetzen.
    2.) Bin ich für ein Grundeinkommen vor allem in Form eines Familieneinkommens, damit die Eltern Zeit für ihre Kinder haben und die Arbeitslosen eine Erwerbsarbeit haben. Ansonsten bin ich für Erwerbsarbeitsteilung durch Stundenreduktion, Wertschöpfungsabgabe statt Lohnnebenkosten, Überstundensteuer, damit eben die Erwerbsarbeit der Menschen mehr Wert erhält und Erwerbsarbeit sich für den Einzelnen lohnt.
    3.) Ist Arbeit nicht gleich Erwerbsarbeit. Man kann ja sechs Tage in der Woche arbeiten ohne täglich einer Erwerbsarbeit nachgehen zu müssen. Außerdem ist Mose nicht der Messias, hat er nicht die Erlösung gebracht. Die Gebote durch Mose sind vor allem auch dem Sündenfall geschuldet, dem wir ja durch Jesus entkommen sollen. „Du kannst nicht Gott und dem Mammon dienen.“ Wobei die Erwerbsarbeit sicher auch Teil des Mammons ist, wenn man dem Geld nachläuft. Wenn wir alle immer mehr der der Erwerbsarbeit nachlaufen, dann wird die Erwerbsarbeit für alle immer weniger wert. Und zwar ganz konkret und finanziell. Und das schmälert die Kaufkraft. Genau meine Rede.
    4.) Eine Leerstandsteuer nimmt niemandem etwas weg der nicht ohnehin mehr hat als er braucht. Selbst im Alten Testament ist die Rede von einem Jubeljahr alle 49 Jahre, bei dem diejenigen die ihr Eigentum verkauft bzw. eigentlich verpfändet haben, wieder zurück bekommen. Wo also alle jene die mehr Besitz angehäuft haben als sie für sich selbst benötigen, dieses wieder zurück geben müssen an die ursprünglichen Eigentümer.
    5.) Gott will, dass wir als seine Kinder alle vernünftig miteinander leben können und nicht dass wir uns gegenseitig ausbeuten. Und wenn die Strukturen momentan so sind dass einige wenige zu Lasten vieler sich bedienen, dann stimmt an diesen Strukturen etwas nicht. Und dann ist es kein Diebstahl, diese fehlerhaften Strukturen zu korrigieren. Im Gegenteil. Es ist ein Zurückholen, von im Grunde unrechtmäßig erworbenem Besitz. Ein Wiederherstellen von Gerechtigkeit. Man kann doch nicht die Ungerechtigkeit welche die Welt herstellt durch die Gerechtigkeit der Gebote Gottes unterstützen, nur weil man die Ungerechtigkeit nicht erkennen kann oder will!
    6.) Gerade eine Leerstandsteuer hat mit der goldenen Regel sehr viel zu tun. „Alles was Du willst dass man Dir tu, das tu auch Du anderen.“ Eben, wenn es Menschen gibt, die keine Wohnung haben und es gleichzeitig Menschen gibt, die ihre überflüssigen Wohnungen in Ballungszentren wo viele davon benötigte werden leer stehen lassen, dann ist das doch mit der Goldenen Regel überhaupt nicht vereinbar.
    7.) Ich bin auch nicht für Klassenkampf, sondern für demokratisch organisierte gerechte Gesetzgebung entsprechend der Goldenen Regel.
    8.) Ich dachte Du hättest Dich aus der Politik zurückgezogen.
    9.) Wie jetzt? Sollen die Reichen nun ihren Reichtum ungehindert vermehren und anhäufen dürfen auf Kosten des Rests der Bevölkerung oder nicht?
    10.) Bin ich fleißig, also sicher nicht gegen Arbeit. Aber wenn die Arbeit durch den technischen Fortschritt immer weniger wird und man gleichzeitig sieht dass die Kaufkraft der Menschen immer weniger wird, sie sich letztlich immer weniger leisten können, obwohl sie immer mehr produzieren können, dann muss man doch endlich mal die entsprechenden Systemfehler beheben.

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