Stellungnahme zu Bernhard Strackes „Christentum: Aussichten auf Morgen“!

Auch wenn ich durchaus Begriffe wie „Bevölkerungsaustausch“ oder „Kirchenschwund“ schon mehrfach gehört habe, liebe Freunde, so muss ich Bernhard Stracke auf seine Ausführungen eine meiner Meinung nach berechtigte Antwort geben. Bernhard Stracke vertritt die Ansicht, dass gerade die Tatsache, dass sich die Kirchen in die Politik einmischen würden zu dem „Kirchenschwund“ an Mitgliedern geführt hätte und dazu möchte ich in diesem Artikel dann eine Gegenfrage stellen:

Die Frage nämlich:

Wie er es sich dann eigentlich erklärt, dass gerade wir von der voice4jesus-Bewegung, welche die gesamte Arbeit auf Gewerkschaftsarbeit, medialer Betreuung von Menschen an der Armutsgrenze bis hin zur Schaffung einer eigenen Partei für die Nationalratswahlen 2017 als Obdachlose in der Politik (ODP) aufgebaut haben, geschafft hätten, inzwischen unter voice4jesus.at auf eine christliche Zeitung hin 500.000 LeserInnen zu versammeln?

Innerhalb weniger Jahre zum drittgrößten deutschsprachigen Magazin christlicher Bauart zu werden?

Zu erleben, dass es gerade die Mischung aus christlicher Botschaft, sowie aktiver Arbeit für den Menschen gewesen ist, die bisher zum Erfolg führte?

Mt 25,40
Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Bernhard Stracke vertritt in seinem Artikel die Ansicht, dass die Gemeinden wieder mehr in die missionarische Arbeit gehen sollten und da stimmt er mit den Ansichten des Oberhaupts der römisch-katholischen Kirche, Papst Franziskus II., durchaus überein.

Übrigens auch mit mir. Wobei sich mir diesbezüglich die Frage stellt, was denn nun eigentlich Mission, oder Evangelisation bedeutet?

Denn: Schaue ich mir die Botschaft Jesu an, so finde ich diesbezüglich vor Allem einmal den Auftrag nach der Gerechtigkeit des Reiches Gottes zu trachten.

Mt 6,33
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Den Frieden zu stiften!

Mt. 5,9
Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes heissen.

Einen Frieden, den wir, wenn wir in das Facebook schauen schon nicht einmal zwischen den christlichen Brüdern und Schwestern hin bekommen. Sondern dabei sich der Arme und Beine Jesu ununterbrochen schlagen.

Sprich: Der goldene Regel, das „Liebe Gott den Herrn, der Alles gemacht hat und Deinen Nächsten, auch Deine Feinde, wie Dich selbst“ eigentlich keine Beachtung schenken.

Lk 10,27
Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinenNächsten wie dich selbst« (5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18).

So das ich eigentlich gerade hierinnen das Hauptproblem der christlichen Botschaft des 21.Jahrhunderts erachte.

Nämlich: Das das Internetzeitalter gerade diese Streitigkeiten zwischen den einzelnen christlichen Gruppierungen den Menschen (Usern) nur zu objektv vor Augen führt.

Und wenn die Christen wirklich einer Gefahr obliegen, die Mehrheit der Bevölkerung zu verlieren, dann wohl eher, wegen dieser Streitigkeiten.

Gefolgt von der Zwangsabgabe der Kirchensteuer, die sich hier in Österreich bei 2.100.000 Österreicher und Österreicherinnen an der Armutsgrenze, 438.000 Arbeitslosen und Klein- und Mittelunternehmern, die keine Privatentnahmen mehr tätigen können, auch schon niemand mehr leisten kann.

Die Kirche also als jemand wahrgenommen wird, der den Menschen noch das Letzte nimmt. Reinen Mammondienst betreibt!

Mt 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Zwei Gründe, warum die Kirchen momentan schrumpfen, während dem wir von der voice4jesus offensichtlich stark wachsen.

Weil wir ein Leben nach der Bergpredigt:

Mt 10,8
Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus. Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst gebt es auch.

Aber:

Mt 7,7
Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.

anpeilen.

Uns bis in die Politik mit Petitionen wie „Arbeitsrecht für Obdachlose-P7 soll Zentralmeldeadresse werden“, „Back To Work – Berufsintegrationscenter für Obdachlose“, „Mehr Hühner für Wien“, „Zurück ins Leben – Berufsintegrationscenter für Obdachlose“, aber auch „Das Kreuz muss bleiben“, „Stoppt das Nikolausverbot“ oder „Rettet die Linie 58“ den Arsch aufreißen.

Und weil ich persönlich eben die Anschauung vertrete, dass es nicht darauf ankommt, gegen wen man ist, nein, noch nicht einmal gegen den Islam, sondern für wenn man da ist, nämlich für die Menschen im Allgemeinen, glaube ich, ist unsere Bewegung permanent dabei zu wachsen.

Sehe ich auch anders als Bernhard Stracke nicht die Notwendigkeit gegen Zuwanderer vorzugehen.

Denn: Das Problem liegt nicht bei den Zuwanderern, sondern bei einer nicht auf die Bevölkerung Österreichs zugeschnittene Politik.

Findet Ihr nicht?

Amen!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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