Über die Bundeslade

Bischof Oliver Gehringer

Die Bundeslade war ein Schrein, in dem die Schriftrolle mit den Zehn Geboten aufbewahrt gewesen ist.

Diese Bundeslade hat das Volk Israel immer begleitet und wurde – bei allen Aufbrüchen und neuen Wegen – mitgenommen.

Später wurde sie im Tempel in Jerusalem aufbewahrt.

Sie war der Garant für das Volk Israel, dass Gott mitten unter ihnen, und Israel das auserwählte Volk Gottes ist.

Jetzt kündigt Jeremia an, dass eine Zeit kommen wird, in der keiner mehr nach der Bundeslade rufen wird – nach diesem wertvollen Wegbegleiter.

Vielmehr wird Jerusalem Thron des Herrn sein – Gott selbst wird dort in Jerusalem Wohnung nehmen.

Bis heute ist dies das Faszinierende am jüdisch-christlichen Glauben:

In erster Linie geht es nicht um eine schriftlich niedergelegte Lehre, die zu befolgen wäre, um einen ethischen Maßstab, den man in Vollkommenheit zu befolgen habe.

Jüdisch-christlicher Glaube ist in erster Linie das grenzenlose Vertrauen auf die Gegenwart Gottes – in die man eintreten kann.

Man kann in Beziehung zu Gott treten, der nicht fern ist und irgendwo im Himmel thront, sondern mitten unter den Menschen wohnt.

Auch wenn heute die Bundeslade endgültig verloren ist; man wird in Zukunft nicht mehr traurig sein über den Verlust des Symbols der göttlichen Gegenwart, denn man wird diese Gegenwart als rettende Wirklichkeit unmittelbar erfahren.

Jeden Tag aufs Neue dürfen wir uns darauf einlassen, Gott als Begleiter unseres Lebens zu erkennen, seine Liebe zu spüren und durch seine Gegenwart unser Leben sinnvoll zu gestalten.

Es braucht kein „Symbol“, sondern ein offenes Herz, Glauben und Vertrauen, damit das Leben gelingt! Gott ist da! Er ist da für uns! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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