Das Gleichnis von der  Arbeitszeitteilung!

Auch wenn ich das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg auch kenne, liebe Freunde, welches besagt, dass der Weinbergbesitzer um 9, um 11 und um 15 Uhr Weinbergarbeiter einstellt, die letztlich alle das selbe bekommen, so muss ich dennoch sagen, dass im wirtschaftlichen Sinn übertragen die Arbeitszeitteilung nur schwerlich funktionieren kann.

Nur schwerlich funktionieren kann, weil nun eben einmal ein Produkt, welches ich produziere aus Arbeitsmaterial und Bearbeitungskosten zu berechnen ist.

Nun: Wenn ich die Arbeitszeit aufteile, dann bleiben die Materialkosten zweifelslos gleich, weil das Produkt ja wie bisher aus dem selben Material besteht.

Was aber die Bearbeitungskosten betrifft, so habe ich bisher für die Produktion eines Handies um nur ein Beispiel zu nehmen, 3 Stunden Lötarbeit gehabt, zugegeben, dass macht heute kaum noch jemand mit der Hand, sondern das machen nur noch Roboter, aber nehmen wir einmal an, wir würden es auf die herkömmliche Weise machen, wobei ich dem Mitarbeiter EUR 12,- pro Stunde gezahlt habe.

Wenn also das Material EUR 20,- ausmachte, der Stabilanteil und die Produktion mit 3 Stunden a EUR 12,- zu kalkulieren gewesen wäre, so hätte der Einstandspreis, man spricht von einem Einstandspreis vom Preis, um den ein Produkt in den Handel kommt, häufig kommen diesbezüglich ja auch davor noch Logistikkosten dazu, sprich Transport, aber nehmen wir einmal an wir hätten das Handy im Direktvertrieb und daher habe ich es mit einem Einstandspreis von EUR 56,..

Zu diesem Einstandpreis muss ich in weiterer Folge noch die Marge aufschlagen, um den Verkaufspreis zu erhalten, oder anders ausgesagt, den Mehrkostenanteil für den Kunden, der sich dann in der Folge in mein Einkommen und in die Steuer teilt.

Wenn ich also 3 Personen in der Folge für jeweils 1 Stunde ebenfalls EUR 36,- geben würde, so würde sich mein Einstandspreis auf EUR 128,- erhöhen, zu dem ich dann noch die Marge zuschlagen würde.

Habe ich bisher gerechnet, dass EUR 10,- pro Handy an mich und EUR 10,- an das Finanzamt gehen sollen, also eine Marge von EUR 20,-, so kostet das Handy im Handel dann EUR 148,- als bisher 76,-.

Und die Menschen, die so eine unverschämte Preissteigerung nicht verstehen, werden das Produkt wohl nicht mehr kaufen.

Sollte ich aber jedem Mitarbeiter für die Stunde weiter nur EUR 12,- geben, so hätte auch nur ein jeder Mitarbeiter seine EUR 12,- zu Verfügung, um ein Produkt zu kaufen, dass weiter EUR 76,- kostet.

Er müsste daher 3 mal so viele Handies produzieren, wie bisher, damit er sich wieder ein Handy kaufen kann.

Einmal abgesehen davon, dass sich, wenn drei Personen an einem Handy arbeiten mein Risiko erhöhen würde, dass das Gerät schadhaft sein könnte, weil ja der eine Mitarbeiter immer wusste, was er gerade tat, während dem ein anderer Mitarbeiter der übernimmt, dies nicht unbedingt wissen muss.

Ich also auch das Risiko für schadhafte Geräte in der Marge mit berücksichtigen müsste.

Und daher ist zwar das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg ein nettes Gleichnis im Bezug auf die Erklärung von Gottes Fairness, aber nicht gerade als Wirtschaftsmodell tauglich.

Oder: Seht Ihr das anders?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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