Christen sollten sich aus der Politik raushalten? Parteipolitisch ja, aber nicht gesellschaftspolitisch

Einmal ganz ehrlich, liebe Freunde. Das was ich gerade erlebt habe, geht wohl auf keine Kuhhaut.

Da hat mich nach meinem heutigen Artikel, in welchem ich die Menschen gefragt habe, wo denn nun eigentlich das viele Geld der Wiener Bauvorhaben hingegangen wäre, einer aufmerksam gemacht: Das diese Frage doch eigentlich eine parteipolitische wäre.

Wir doch gesagt hätten, wir würden keine Parteipolitik mehr machen!

Und außerdem:

Wir wären doch Christen! Wir sollten uns aus der Politik heraushalten!

Spätestens als ich dieses gelesen habe, bekam ich, bitte nicht böse sein, solche Kabel.

Bekam solche Kabel, weil ich seit vielen Jahren von einer Vielzahl von Christen immer wieder höre, wir sollten uns doch aus den Geschehnissen dieser Welt heraushalten, während dem mir allerdings die Bibel haargenau das Gegenteil mitteilt.

Da fordert mich doch die Bibel dazu auf:

Mt 6,33
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Da wird aus dem Vater unser vollkommen klar, dass es nicht nur um das Reich Gottes im Himmel geht. Nein, sondern das der Wille hier AUF ERDEN geschehe.

Mt 6,10
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Weil eben der Wille Gottes nicht nur für den Himmel, sondern auch für die Erde angedacht ist.

Und da wird mir zweifelslos klar gemacht:

Wenn ich mich nicht für die Geringsten einsetze, so bin ich auch nicht gerettet!

Matth. 25,31-46
Vom Weltgericht
31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich setzen auf den Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!35 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

Wird mir klar gemacht, dass Glaube ohne Werke tot ist:

Jak 2,26
Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Nur der gerettet ist, der glaubt und getauft wird:

Mk 16,16
Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Und das Jesus noch nicht einmal Scheu haben wird, Menschen die in seinem Namen Wunder wirkten, aber das Gesetz nicht hielten, wieder weg zu schicken.

Matth. 7,15-22
Warnung vor den falschen Propheten
15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. 16 An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? 17 So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte. 18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. 19 Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.20 Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. 21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. 22 Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten getan? 23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet!

Von einer Glaubensgewissheit also überhaupt keine Rede sein kann!

Ein Gesetz übrigens, dass Jesus sehr einfach erklärt:

Matth. 22, 34-39
Die Frage nach dem höchsten Gebot
34 Als aber die Pharisäer hörten, dass er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und einer von ihnen, ein Lehrer des Gesetzes, versuchte ihn und fragte:36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz? 37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5. Mose 6,5). 38 Dies ist das höchste und erste Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). 40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

Ein Gesetz, von dem Jesus klar bekennt, dass er nicht gekommen sei, es aufzuheben, sondern es zu erfüllen.

Mt 5,17
Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.

Wenn also da unter Euch welche sind, die mich dazu auffordern wollen, mich aus der Politik herauszuhalten, mich nicht für den Geringsten einzusetzen, sondern nur still zu beten, dem muss ich leider mit den Worten Jesu antworten:

Mt 4,10
Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.«

Denn das Reich Gottes, ja das hat mit Jesus begonnen:

Mt 12,28
Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.

Und sollte von uns ausgesät werden:

Mk 4,26
Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft

Amen.

Übrigens: Nicht parteipolitisch gemeint. Sondern im Sinne: Christen sollten sich auch bemühen, bei den Parteien sich für Menschen an der Armutsgrenze einzusetzen.

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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