Im Kampf gegen soziale Missstände

Bischof Oliver Gehringer

Der Prophet Micha war ein Zeitgenosse Jesajas. Mit dergleichen Leidenschaft wie Jesaja und mit dem gleichen Misserfolg bekämpfte er die sozialen Missstände seiner Zeit.

Micha ist aber nicht nur Sozialreformer, sondern Prophet, „Mund Gottes“.

Er mahnt nicht nur, er sagt auch die möglichen Konsequenzen voraus, wenn aus den üblen Gedanken, üble Taten werden.  Der Wehruf des Propheten Micha beginnt mit dem Planen des Unheils im eigenen Lager und dem Ersinnen von Bösem. Jede Tat beginnt mit Gedanken daran, mit Konkretisierungen und Planungen zur Umsetzung der Gedanken.

Um das zu sagen, brauchte er keine besonderen Offenbarungen; dafür genügt neben einer gewissen Lebenserfahrung das Wissen um die göttlichen Grundordnungen, denen das Leben der Menschen zu allen Zeiten unterworfen ist.

Man braucht ja auch in unserem Jahrhundert keine besonderen Erleuchtungen, um zu wissen, was sich aus bestimmten Verhaltensweisen der Menschen ergeben wird.

Jesus warnt später davor, auch nur böse Gedanken zu haben.

Deshalb haben sich die frühen Kirchenväter viel mit den Gedanken der Menschen auseinandergesetzt.

Und mit der Frage, wie diesen negativen Gedanken Einhalt zu gebieten ist, damit sie sich nicht verselbstständigen.

Der erste Schritt ist dazu die Beobachtung der eigenen Gedanken.

Was denke ich wann und warum?

Wir werde erst mit unseren Gedanken umgehen können, wenn wir sie auch bewusst wahrnehmen.

Dann können wir den bösen Gedanken sehr strikt verbieten wiederzukommen bzw. ihnen ein Stoppschild zeigen.

Man kann auch ein positives Wort der Bibel dagegensetzen und in so einen Gedanken hineinsprechen; und man kann den Blick darauf lenken, in dem anderen, gegen den sich meine negativen Gedanken richten, Christus zu erkennen.

Auch wenn wir heute keine „Propheten“ im herkömmlichen Sinne mehr haben, aber was sie dem Volk im Auftrag Gottes verkündet haben, das gilt auch noch heute.

Ihre Botschaft ist nachzulesen und sich zu entscheiden, dem Guten den Vorrang zu geben, in seinem Gedanken! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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