Chinesische Sicherheit in Afghanistan und darüber hinaus

Derzeit verschieben sich die Prioritäten Chinas auf die Eindämmung von Sicherheitsbedrohungen in ihrem Umfeld. Und auch wir Europäer sollten diesen Trend nutzen.

Chinas Fokus liegt auf Afghanistan, in welchem sie Entwicklungsprojekte starten und die bisherigen Sicherheitsbedrohungen eindämmen. So kann man es in unserem jüngst veröffentlichten Bericht Angst und Abscheu auf der Neuen Seidenstraße: Chinesische Sicherheit in Afghanistan und darüber hinaus.“ nachlesen.

Die Europäer aber haben den chinesischen Ansatz bisher noch nicht vollkommen verstanden.

Das merkt man an den Patrouillen im Wakhan-Korridor. In welchem man in einer „gemeinsamen Anti-Terror-Operation“ mit Kabul, also einer Sicherheitsinitiative, gemeinsam mit Afghanistan beteiligt ist.

Unklar bleibt auch, ob Chinas Belt and Road Initiative (BRI) eigentlich eine reine entwicklungsorientierte Operation oder doch eher eine geplante und tief greifende längerfristige Verschiebung der chinesischen Sicherheitsprioritäten ist.

Denn bisher hatte Peking nur darauf bestanden, die Terroristen daran zu hindern, in China einzureisen. Während dem es nunmehr ein äußerst wichtiges Engagement in Afghanistan zeigt.

Laut Angela Stanzel, der Autorin des Berichts, hat sich auch in Zentralasien ein ähnliches Muster herauskristallisiert.

China arbeite daran, seine Zusammenarbeit mit den Ländern in der Region zu vertiefen, indem es sich weitgehend auf Maßnahmen zur Bekämpfung terroristischer Gruppen und anderer Bedrohungen konzentriert.

Obwohl Peking selten darüber spricht, dass es seine Sicherheitsbeziehungen zu anderen Staaten ausweitet, deuten diese Trends eher darauf hin, dass man Kapazitäten zur Stabilisierung der Region einsetzen möchte.

Es ist unbedingt notwendig, dass die Europäer auf den scheinbaren Wandel in Bejings Ansatz eingehen und daher die die Zusammenarbeit von der EU und China in Sicherheitsfragen vertiefen, auch wenn eine gute Zusammenarbeit aus Gründen der unterschiedlichen Ansätze als unwahrscheinlich erscheint.

Die Europäer sollten daran arbeiten, die Inhalte der chinesischen Rethorik zu verstehen, damit sie in Zukunft im Bezug auf die Expansion und Ausweitung des Einflusses Chinas auf Asien und Afrika richtig reagieren, konkurrieren und kooperieren können.

Ob es den Europäern gelingt, sich im Rest der Welt zu engagieren, wird zum Teil des Verständnisses des Handelns und der Ambitionen Chinas gerade in Sicherheitsfragen abhängig bleiben.

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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