Kein Glaubens, sondern ein Deutsch Problem?

Eigentlich bin ich immer wieder begeistert, liebe Freunde, wenn ich im Facebook Menschen so wie den Leiter des Schweizer Bibelkreises erlebe, der, wenn man ihn darauf aufmerksam macht, dass in einem bestimmten Bibel Vers das von ihm gesagte, gar nicht steht, zumindest nicht bei korrekter deutscher Interpretation, lieber sein Gegenüber sperrt, als zu erklären, warum dies seiner Meinung nach doch dort steht. Oder aber eben einen anderen Bibelvers anzubieten, welcher dann vielleicht wirklich Besagtes belegt.

Sprich, nicht über das spricht, was in der Bibel steht, sondern über das, was er gerne hätte, was dort stehen könnte. 

Lieber meint:

Ui, der ist lästig. Ich habe Etwas gesagt. Und der Andere hat dies nicht zu hinterfragen. Der will meine Worte einfach nicht hinnehmen.

Und dabei ist er hierbei noch nicht einmal der Einzige.

Nein, ich vertrete fast die Auffassung, dass gute 90 Prozent der Glaubenskonflikte gar keine Glaubens- sondern Sprachkonflikte sind.

Offensichtlich gibt es nämlich immer wieder Menschen, die fest daran glauben, dass in einem bestimmten Vers etwas Bestimmtes steht.  Nicht aus böser Absicht.

Sondern, weil er dem glaubt, der ihm zuvor erklärt hat, dass dies dort stehen würde.

Sie wissen schon: Das stille Post Spiel!

Weil wieder ihm irgendjemand erklärt hat, dass in diesem Vers dies stehen würde.

Und man häufig dazu neigt, aus Nächstenliebe davon auszugehen, dass der zuvor es richtig interpretierte.

Und so, anstatt es selbst zu prüfen, einfach ungefragt übernimmt!

Dabei sagt uns die Bibel nicht:

1Thess 5,21
Prüft aber alles und das Gute behaltet.

Und so ziehen sich manche christliche Lehren bis heute durch das gesamte Christentum, ohne das dies jemals jemand hinterfragt.

Erlebt man, dass Christen böse reagieren, weil man sie fragt, ob denn nicht der Bibelvers Mt.26,42 uns eigentlich einen nicht allwissenden, nicht allmächtigen und schizophrenen Gott vorstellen würde, wenn Jesus und Gott die selben wären:

Mt 26,42
Zum zweiten Mal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist’s nicht möglich, dass dieser Kelch vorübergehe, ohne dass ich ihn trinke, so geschehe dein Wille!

Erlebt man das Selbe im Islam, wenn man dort fragt, ob die Bücher in Sure 5.68 sich nicht um das Alte und Neue Testament handeln würden?

Sure 5.68
Sag: O Leute der Schrift, ihr fußt auf nichts, bis ihr die Thora und das Evangelium und das befolgt, was zu euch (als Offenbarung) von eurem Herrn herabgesandt worden ist. Was zu dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herabgesandt worden ist, wird ganz gewiß bei vielen von ihnen die Auflehnung und den Unglauben noch mehren. So sei nicht betrübt über das ungläubige Volk!

Oder: Ob nicht Sure 3.55 in Wahrheit Christen zu Gläubigen erklärt?

Sure 3.55
Als Allah sagte: „O ʿĪsā, Ich werde dich (nunmehr) abberufen und dich zu mir emporheben und dich von denen, die ungläubig sind, reinigen und diejenigen, die dir folgen, bis zum Tag der Auferstehung über diejenigen stellen, die ungläubig sind. Hierauf wird eure Rückkehr zu Mir sein, und dann werde Ich zwischen euch richten über das, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.

Fragen, bei welchen man in der Folge eher auf Wut, anstatt auf das obgenannte „prüfen“ stößt.

Und daher vertrete ich beinahe die Auffassung, dass man kaum eine christliche Arbeit machen kann, ohne ein Deutsch Lehrinstitut mit dabei zu haben.

Denn: Es hapert wie gesagt häufig nicht am Glauben, sondern ganz einfach an der deutschen Sprache.

Findet Ihr nicht?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.