Von Anfang an gehörte es zu den Aufgaben des Christen, sich für die Armen und Notleidenden einzusetzen

Bischof Oliver Gehringer

Von Anfang an gehörte es zu den Aufgaben des Christen, sich für die Armen und Notleidenden einzusetzen und für sie zu sorgen.

In ihnen sahen die frühen Christen Jesus selbst, der gesagt hatte, dass alles, was den Geringsten getan wird, ihm getan wird.

Hinzu kam, dass Arme und Notleidende oft schutzlos waren und wenig Rechte hatten. Wer am Liebesmahl Jesu teilnimmt, seine Liebe empfängt, der soll und darf sie weiterschenken.

Anderen von dem abzugeben, was einem selbst geschenkt und als Aufgabe übertragen worden ist, begründet der Apostel Paulus bzw. der Verfasser des zweiten Korintherbriefes auch mit dem Überfluss, mit dem Gott in Christus die Menschen beschenkt hat.

Er ist selbst arm geworden, um uns reich zu machen, aber nicht an materiellen Gütern, sondern Reich an Liebe, Güte und Barmherzigkeit.

Und davon gilt es weiterzugeben und zu schenken.

Von Ausgleich ist die Rede.

Bis heute wurde im Christlichen das Eigentum immer auch als Auftrag an der Gesellschaft zur Linderung von Notsituationen gesehen.

Es geht nicht nur um den eigenen reichen Lebensstil, sondern darum, zu geben, weiter zu schenken und die reich zu machen, die arm sind.

Nicht in erster Linie materiell, aber im Materiellen sollen die Bedürftigen auch die Zuneigung der anderen sehen, sollen spüren, dass es keine Trennung der Gesellschaft in Arm und Reich gibt – in Christus.

Es bleibt Aufgabe der Kirchen und jedes Einzelnen, auf diese Pflicht immer wieder hinzuweisen, den eigenen Lebensstil zu hinterfragen und notwendige Korrekturen vorzunehmen.

Nicht selten entstand und entsteht der Eindruck, dass sich gerade die „höheren Etagen“ es sich ganz gut und feudal gehen lassen, den Kontakt zu den Schönen und Reichen suchen, aber selten in Suppenküchen oder Kantinen der eigenen Mitarbeiter gesehen werden.

Sich als Christ zu erweisen und dem Aufruf zum Teilen ernst zu nehmen, soll nicht als eine lästige Störung empfunden werden, der man halt nachkommt, sondern als die eine Gelegenheit, in den wunderbaren Kreislauf von Geben und Nehmen einzutreten, der in Gott selbst seinen Ursprung hat.

Wer gibt, schafft geschwisterliche Gemeinschaft, und er wird Gott selber ähnlich, dessen Wesen die schenkende Liebe ist und nach dessen Abbild der Mensch erschaffen wurde! (BOG)

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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