Simeon Wetzel auf Tour

Lieber Hans-Georg,

hier kommt wie versprochen ein etwas ausführlicherer Bericht der TACO Tour im Mai. Wir haben innerhalb von 5 Wochen 12 verschiedene Städte bereist und dort an öffentlichen Plätzen ein evangelistisches Programm aufgeführt.

Dabei hatten wir einen Zauberkünstler aus USA (die ersten 2 Wochen)

eine Zeichnerin aus der Ukraine

einen Einradfahrer aus den USA,

vier Tänzer as Kolumbien

und einen Musiker aus Kanada.

Außerdem wurde das Team von einigen freiwilligen Helfern begleitet, die z.B. für das Fahren und Planungstätigkeiten zuständig waren oder wie ich für Medien und natürlich Leute von den Gemeinden vor Ort, die uns eingeladen hatten.

Auch wenn sich das ab und zu variierte sah ein typischer Tag (außer wenn wir einen Fahrttag hatten) so aus:

Vormittags hatten wir eine vorbereitende Gebetszeit, Planung für den Tag oder Auswertung des letzten Tages.

Gegen Mittag brachen wir an den Veranstaltungsort auf und bauten dort die Technik auf.

Die Shows begannen immer zwischen 14 und 16 Uhr.

Eine Show dauerte ca. eine Stunde und so konnten wir bei gutem Wetter und ausreichend wechselndem Publikum an einigen Orten mehrere Shows machen.

Die Künstler führten immer abwechselnd ihre Kunst wie z.B. einen Tanz

auf und gaben danach ein kurzes Zeugnis.

Am Ende wurde das Evangelium noch mal näher erklärt (ca. 5 Minuten)

und den Zuschauern die Möglichkeit gegeben mit uns oder mit Leuten aus den Gemeinden ins Gespräch zu kommen.

Dafür nutzten wir Feedback-Zettel auf denen Interessierte ihre Telefonnummer oder Email Adresse angeben konnten und ankreuzen ob sie mehr über Jesus erfahren wollen, eine Gemeinde suchen oder sich einfach so mehr über das Thema Glaube unterhalten wollen.

Während der ganzen Show zeichnete unsere Künstlerin aus der Ukraine ein Bild,

welches wir am Ende unter den Zuschauern verlosten.

Auf diese Art und Weise konnten wir insgesamt 39 Shows machen, an denen ca. 4200 Leute teilnahmen.

Das Feedback war durchaus positiv.

Natürlich gab es immer Menschen, die weiter gingen, wenn sie hörten, dass wir von Jesus erzählen, aber wir konnten überall positive Feedback-Zettel erhalten und häufig auch Menschen direkt mit Christen vor Ort in Kontakt bringen.

Auch das Team an sich war sehr angenehm und die Zusammenarbeit mit den einzelnen Gemeinden klappte gut.

Wir haben uns überall wo wir waren sehr herzlich aufgenommen gefühlt und wurden unter anderem sehr gut bekocht.

Wie ich von einigen Gemeindeleuten hören konnte, hatte unsere Show ihnen Türen geöffnet um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sie in ihre Gemeinden und Hauskreise einzuladen, aber auch um ein positives Zeichen in ihren Städten zu setzen.

Persönlich hat mich die Zeit herausgefordert.

Gerade auch körperlich etwas mehr zu geben als sonst, da ich am Abend häufig damit zu tun hatte die Videos des Tages zu schneiden. In der zweiten Hälfte der Tour hatte ich zwei Mediengestalter aus Nürnberg als Unterstützung und konnte statt zu filmen häufig durch das Programm führen und übersetzen. Das hat mir große Freude gemacht und ich glaube ich bin dadurch auch mutiger geworden. Persönliche tiefe Gespräche mit Zuschauern hatte ich nicht, ich habe nur ein paar mal für Teammitglieder übersetzt, die sich unterhalten wollten.

So viel zur Übersicht. Ich will nun noch zu den einzelnen Stationen der Tour einen kurzen Satz schreiben und jeweils ein Video (ca. 1-3 Minuten) verlinken, die du dir gern anschauen kannst. P.S. wenn das die erste Mail ist, die du von mir bekommst, nicht wundern, dass sie recht lang ist. Es ist sehr viel auf der Tour passiert. Normalerweise unterteile ich die Emails in verschiedene Punkte wie z.B. meinBibelCartoon oder JesusComic Projekt, MissionVideoprojekte, Persönliches und Gebetsanliegen und schreibe jeweils nur recht kurze Texte, wie es in den einzelnen Bereichen voran geht, sodass jeder das lesen kann was ihn persönlich interessiert und das andere einfach überfliegen oder nur Bilder/Videos anschauen kann.

8. + 9. Mai – Ludwigsburg

In Ludwigsburg unterstützen wir einen kleine Gemeinde in der Innenstadt, die gerade eine Arbeit unter Geflüchteten aufbaut. Sie haben einen Bibelkurs, Frauenfrühstück und einen offenen Gottesdienst. Leider war in der Innenstadt an den Tagen nicht sehr viel Betrieb (Dienstag und Mittwoch). So hatten wir am ersten Tag quasi eine öffentliche Generalprobe mit ca. 10 Zuschauern. Am zweiten Tag wechselten wir noch mal die Location und konnten dort mit einigen Menschen ins Gespräch kommen.

10. Mai – Wiesbaden / Welcome Cup

Das Welcome Cup war ein Fussballtournier mit Geflüchteten und Deutschen, das von verschiedenen Vereinen und Kirchen in Wiesbaden organisiert wurde. Wir konnten als Pausenprogramm auftreten. Hier hatten wir auf Anfrage des Veranstalters eine „lite“ Version der Show, in der wir auf die lange Präsentation des Evangeliums verzichteten und ausschließlich ein paar persönliche Zeugnisse erzählten.

11. + 12. Mai – Mainz

In Mainz traten wir zwei Tage hintereinander in einer Wohnanlage auf. Die kleine Hausgemeinde vor Ort unterstütze die Show mit selbst gebackenem Kuchen für alle Gäste die kamen. Es waren viele Kinder und einige Familien da und die Show kam an beiden Tagen gut an, auch wenn das Publikum fast das gleiche war. Wie ich gehört habe, konnte schon eine Woche nach unserer Show ein neuer kleiner Hauskreis für Interessierte gegründet werden.

14. Mai – Frankfurt / Göthe Universität

Wir hatten geplant direkt auf dem Campus der Universität eine Show zu machen, konnten dann aber nur davor auf der Straße auftreten. Dennoch blieben einige wenige Studenten stehen und schauten sich die Show an. Die Jungs von Campus Connect, die uns eingeladen hatten machten danach noch ein Picknick auf dem Uni Gelände. Hier konnten sie ein paar neue Kontakte knüpfen.

15. Mai – Frankfurt / Höchst

Frankfurt Höchst ist ein Stadtteil, der vor allem von Menschen bewohnt wird, die aus muslimischen Ländern stammen. Hier konnten wir direkt in der Fußgängerzone auftreten und es bleiben auch einige Leute stehen und hörten zu was unser Team zu sagen hatte.

16. Mai – Frankfurt / Hauptwache

Die Hauptwache ist direkt im Zentrum von Frankfurt. Hier konnten wir zwar aufgrund von Regen nur eine Show machen, diese war aber für einen Wochentag recht gut besucht und wir konnten einige Feedback-Zettel an die internationale Mosaik Gemeinde und eine iranische Gemeinde weiter leiten.

17. Mai – Offenbach

In Offenbach traten wir wieder direkt in einer Fußgängerzone auf. Es war ein sehr internationales Publikum. Die meisten blieben die ganzen zwei Shows und machten auch mit, was an den vorherigen Locations (mit Ausnahme von Kindern) eher selten war. Hier konnte ich auch das erste mal übersetzen, weil zwei Mediengestalter von JmeM Nürnberg mich mit dem filmen unterstützen.

18. Mai – Frankfurt / Fechenheim

In Fechenheim hatten wir eine etwas ungünstige Location, weil es dort wenig große Plätze gibt. Trotzdem konnten wir ein paar Menschen begeistern stehen zu bleiben und zuzuschauen. Da ich die ganze Zeit in Frankfurt bei dem Pastor, der dort eine neue Gemeinde gründet, übernachtete konnte ich ihn nach der Show noch fragen, wie es für ihn war. Er meinte begeistert mit einigen Interessierten (Ich glaub so ca. 10) gesprochen zu haben und sich mit ihnen zu treffen. Wenn er mehr Kontakte durch die Veranstaltung bekommen hätte wäre es schwierig gewesen an allen dran zu bleiben und dass es für ihn sehr gut war, auch wenn nur Wenige zugeschaut hatten.

19. Mai – Frankfurt / Preungesheim

In Preungesheim, waren vor allem Menschen aus der Mosaik Gemeinde, die dort gerade ein neues Gemeindegebäude bezieht, und deren Freunde und Bekannte. Natürlich blieben auch einige Anwohner stehen um die Show zu sehen, da in diesem Stadtteil wohl nicht so häufig etwas los ist.

22. Mai – Sehnde / Markt (Vormittag)

Da diese Show an einem Wochentag und vormittag war, traten wir vor ca. 5 Leuten auf. Der Veranstalter meinte aber, dass es für ihren Verein (der sich um Geflüchtete kümmert und eine Hausgemeinde/Gemeinschaft gründet) gut sei, dass wir direkt vor dem Rathaus auftraten und einige auch von Innen zuschauten.

22. Mai – Lehrte (Nachmittag)

In Lehrte traten wir in einem Park auf, der vor allem ein Ort ist an dem sich vorwiegend Jessiden treffen.

23. Mai – Klinikum Wahrendorff (Vormittag)

Über den Auftritt im psychiatrischen Klinikum Wahrendorff kann ich nicht viel sagen, weil ich mir den Vormittag freigenommen habe. Da wir dort nicht predigen durften, wurde keine Übersetzung benötigt und filmen oder fotografieren ist in diesen Kliniken ja ohnehin unangebracht oder sogar direkt untersagt. Die Show soll aber sehr gut angekommen sein und Freude vermittelt haben.

23. Mai – Sehnde / Bilm / bei Lonea e.V. (Abends)

Die Show in Bilm bei Lonea war der Abschluss unserer Zeit bei Hannover. Da ich diese Arbeit schon vor TACO kannte, weil ich einmal ein Vorstellungsvideo für sie gemacht hatte, war es schön alle mal wieder zu sehen und Zeit mit ihnen verbringen zu können.

25. – 27. Mai – Berlin

Über Berlin kann ich nichts sagen, weil ich an dem Wochenende bei der Hochzeit meiner Großcousine war.

28. + 30. Mai – Leipzig / Rabet Park

Eines meiner persönlichen Highlights war die Zusammenarbeit mit den Jesusfreaks. In Leipzig konnten wir zwei Tage hintereinander in einem Park auftreten, der direkt neben der Eisenbahnstraße (einem sozialen Brennpunkt und multikulturellen Viertel) ist. Schön war, dass hier nicht nur die Jesusfreaks am Start waren, sondern auch einige andere Gemeinden und die Zusammenarbeit sehr gut klappte.

1. Juni – Wiesbaden / Mauritiusplatz

Der Mauritiusplatz war wohl die beste Location, wenn es darum geht wie gut die Gemeinde vor Ort vorbereitet war und auch von den Zuschauern her. Wir traten an einem Freitag Nachmittag in einer sehr belaufenen Fußgängerzone auf. Natürlich blieben hier viele Leute stehen und schauten zu. Für die Künstler war das sehr gut, weil einige schon etwas enttäuscht waren, dass die Show nicht so viele Leute zieht, wie das in andern Ländern (Albanien, Kosovo, Türkei) der Fall ist.

2. Juni – Wiesbaden / Schelmengraben

Im Schelmengraben hatten wir zwei Shows – eine auf der Straße bzw. neben einem Spielplatz und eine bei einem internationalen Gottesdienst gleich daneben.

3. Juni – Bingen

In Bingen arbeiteten wir ebenfalls mit einer recht kleinen Gemeinde zusammen, die auch eine sehr gute Arbeit unter Geflüchteten macht und z.B. Fußball mit ihnen spielt und Bibelkurse anbietet. Wenn hier auch viele ältere Touristen einfach vorbeiliefen und die Show kaum beachteten, so blieben doch einige vor allem jüngere Familien stehen und kamen mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch.

6. Juni – Remscheid / CVJM

In Remscheid konnten wir auch mit den Jesusfreaks und mit dem CVJM zusammen arbeiten. Unsere erste Show war in einem offenen Treff des CVJM. Die Kinder haben erstaunlich gut durchgehalten, da die Show fast 2 Stunden ging. Am Abend hatten wir noch eine Fragerunde an das Team und warum sie tun was sie tun, die vor allem für interessierte Christen war.

7. Juni – Remscheid / Allee-Center

Der Auftritt vor einem gut besuchten Einkaufszentrum in Remscheid kam gut an. Leider konnten wir die zweite Show wegen eines plötzlichen Regeneinbruchs nicht beenden.

8. Juni – Remscheid / Kultshock

Unsere letzte Show der Tour war in den Gemeinderäumen der Jesusfreaks Remscheid. Sie hatten den ganzen Tag als ein Sommerfest geplant. Es gab eine Hüpfburg, viel Essen und andere Angebote zu denen sie Freunde und Bekannte und auch in einem Flüchtlingsheim, was sie regelmäßig besuchen eingeladen hatten. Es war ein schöner Abschluss der Tour und ein gutes Miteinander. Das Team fuhr schon am Samstag früh nach Wiesbaden zurück. Ich selber blieb noch das Wochenende da, machte bei einer Party im Kultshock und beim Gottesdienst am Sonntag mit und fuhr dann am Montag zurück nach Dresden.

Gebetsanliegen / Zukünftige Pläne

Danach werde ich eine Woche zu einem ähnlichen Festival in Polen fahren, dem Slot Art.

Dort werde ich mit Phil Shorey

von Steiger Minnesota und einem Team von klassischen Musikern zusammen arbeiten und sie bei der Dokumentation eines großen Konzertprojektes auf dem Festival unterstützen.

Ich bin sehr gespannt auf diese Zeit. Betet, dass ich die langen Reisen (mit Flixbus) gut durchhalte, alles gut klappt und ich gute Videos machen kann.

Gottes Segen,
Simeon

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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