Twix: Bayer hat Monsanto übernommen

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Lieber Hans-Georg Peitl,

der Mega-Deal ist durch: In Deutschland ist vergangenen Donnerstag der mächtigste Agrarkonzern der Welt entstanden.[1] Bayer hat Monsanto übernommen. Das ist bitter. Doch eine zweite Nachricht zeigt, wie gewaltig wir dem Konzern zusetzen: Monsanto heißt künftig nicht mehr Monsanto. Unser gemeinsamer Protest hat das Image so beschädigt, dass Bayer den Namen versteckt – ein durchschaubares Manöver. Der Gegner heißt anders, unser Ziel bleibt gleich: eine faire, ökologischere Landwirtschaft. Es ist der ideale Zeitpunkt dafür, denn jetzt ist die Politik am Drücker.

Bayer wittert das dicke Geschäft mit Monsanto. Ob die Rechnung aufgeht, ist offen – und hängt auch von uns allen ab. In den nächsten Monaten stehen gleich mehrere politische Entscheidungen an, bei denen wir Bayer-Monsanto das Geschäft mit seinen Top-Sellern verderben können:

  • Glyphosat. Bis Ende des Jahres entscheidet die Bundesregierung über die Zulassung glyphosathaltiger Pestizide – darunter Monsantos Unkrautvernichter Roundup.[2] Die Regierung kann das Ackergift wegen seiner fatalen Auswirkungen auf Bienen und Schmetterlinge verbieten.
  • Patente. Über ein Schlupfloch im Patentrecht kann sich Monsanto Obst- und Gemüsesorten sichern – noch. Bereits bei seiner nächsten Sitzung könnte der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamts diese Lücke schließen.[3]
  • Das ganz große Ding. Alle sieben Jahre entscheidet die EU über die Grundausrichtung der Landwirtschaft – die „Gemeinsame Agrarpolitik“ (GAP). Verhandelt wird genau jetzt. Es geht um jährlich 58 Milliarden Euro, die bisher vor allem die weitere Industrialisierung der Landwirtschaft fördern.[4]

In den nächsten Monaten geht’s für Bayer/Monsanto ums Ganze. Diese Chance wollen wir nutzen. Unser Plan: Mit einer riesigen Patent-Melone kreuzen wir vor der entscheidenden Sitzung bei SPD-Justizministerin Barley auf. Mit gleich zwei Demonstrationen im Herbst – in Berlin und München – streiten wir für eine ökologischere, bäuerliche Landwirtschaft. Eine Klage für mehr Transparenz bei der Zulassung glyphosathaltiger Mittel haben wir ebenso vor wie etliche weitere Aktionen. Gemeinsam können wir das alles möglich machen!

Sie sehen: Bei allen großen Entscheidungen – über Glyphosat, Patente und EU-Subventionen – machen wir es dem Megakonzern schwer. Doch an so vielen Stellen auf einmal zu streiten, das schaffen wir nur, wenn uns jetzt mindestens 2.000 neue Campact-Förder/innen unterstützen. Können Sie dabei sein? Schon mit 5 Euro im Monat helfen Sie enorm.
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Sich einem Agrarriesen wie Bayer/Monsanto entgegenstellen, das ist nicht einfach. Doch an einem Punkt haben wir es schon fast geschafft. Wenn die EU künftig über neue Pestizide entscheidet, dürfen Hersteller ihre Risiko-Studien nicht mehr geheim halten – so der Plan der EU-Kommission.[5] Jetzt müssen die Mitgliedsstaaten noch zustimmen.

So weit gekommen sind wir dank unserer Europäischen Bürgerinitiative gegen Glyphosat. Mehr als 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa haben sie vergangenes Jahr unterzeichnet. Ein Glyphosatverbot haben wir zwar nicht durchgesetzt, aber dafür stehen wir ganz kurz vor einer Reform des Zulassungsverfahrens für Pestizide. Wenn Bayer-Monsanto seine Risikostudien offen legen muss, wird es für den Konzern in Zukunft deutlich schwerer, gefährliche Ackergifte auf den Markt zu bringen.

Ausruhen können wir uns auf den Erfolgen nicht. Bayer will mit Monsanto die industrialisierte Landwirtschaft auf die Spitze treiben. Das sind unsere Pläne, mit denen wir uns dagegen stellen:

  • Wir wollen es wissen! Das Bundesamt für Verbraucherschutz verweigert uns Akteneinsicht zur Zulassung von Roundup und Co. Doch nur so können wir die Gefahren beurteilen – und letztlich ein Verbot durchsetzen. Wenn das Amt nicht einlenkt, reichen wir Klage ein.
  • Wir können riesig! Mit einer drei Meter großen Patentmelone machen wir SPD-Justizministerin Katarina Barley klar: Sie muss Patente auf Leben endgültig stoppen. Am 27. Juni hat sie die Gelegenheit dazu. Dann trifft sich der Verwaltungsrat des Europäischen Patentamts.
  • Wir sind ganz viele! Für den Herbst planen wir zwei Großaktionen für die Agrarwende: Am 6. Oktober wollen wir in München protestieren, direkt vor der bayerischen Landtagswahl. Die Themen: Agrarfabriken und Flächenfraß. Für den 27. Oktober planen wir eine politische Erntedank-Tafel im Regierungsviertel – und möchten mit Tausenden für landwirtschaftliche Vielfalt und gegen Monokulturen einstehen.
Für uns geht es um die Agrarwende – für Bayer um den Erfolg der Monsanto-Übernahme. Gemeinsam mit Ihnen können wir diese Pläne umsetzen und so die Auseinandersetzung für uns entscheiden. Werden Sie noch heute Campact-Förder/in. Schon mit 5 Euro monatlich bringen Sie unsere Anliegen weit voran.
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Herzliche Grüße
Gerald Neubauer, Campaigner
Christoph Bautz, Campact-VorstandPS: 56.000.000.000 Euro – diese unvorstellbar hohe Summe hat Bayer für Monsanto bezahlt.[6] Eine sehr, sehr teure Wette gegen die Agrarwende. Um gegen diesen Riesen gewinnen zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung.PPS: Wenn Sie uns Ihre Förder-Zusage bis zum 15. Juni geben, senden wir Ihnen ein Dankeschön zu, mit dem Sie in Ihrem Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank eine kleine Bio-Blumenweide säen können.

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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