Die Sache mit der Familienpolitik

Auch wenn ich vor einigen Wochen Norbert Huber, liebe Freunde, am Liebsten Recht gegeben hätte, als dieser meinte, der wichtigste Ansatz in der Politik wäre die Familienpolitik, so möchte ich doch einmal zugeben, dass dies ein Thema ist, bei dem ich nicht wirklich mitreden kann.

Manche Menschen nehmen es mir momentan extrem übel, dass ich zu einem Zeitpunkt in dem meine Mutter auf der Intensivstation eines Krankenhauses, erst in Graz, dann in Vorau liegt, nicht sofort alles liegen und stehen lasse um dort hinunter zu fahren, nur:

Wenn ich mich im Bereich Familienpolitik aktivieren würde, so ist dies etwa so wie wenn der Papst, ich meine wenn er zölibatär, also ehelos, lebt, Eheberatung beitreiben würde.

Ich habe die „heile“ Familie selbst nie kennen gelernt.

Und gerade weil ich dies nicht habe, so tue ich mir auch momentan innerlich schwer in ein Krankenhaus zu fahren und einen Menschen zu besuchen, von dem ich noch nicht einmal weiß, ob er dies überhaupt haben wollte. Rein nur um den Anschein zu wahren. Denn: Die letzten 7 Jahre haben wir kaum jemals ein Wort gewechselt.

Als ich am gestrigen Tag meine Kinderfotos noch einmal durchging, habe ich festgestellt:

Irgendwann zwischen meinem 2 und 4 Lebensjahr da ging ein Ruck durch die Familie.

Da wurde irgendetwas anders.

Denn als ich zwei bin, wirkt die Familie noch recht glücklich. Und als ich 4 bin:

Sieht man graue Wolken selbst an einem Sonnentag. 

Jedenfalls ist die Familie als ich dann 7 Jahre war auseinander gebrochen.

Und ich würde mir Etwas anmassen, eine „heile“ Familie aus dem Blickpunkt eines 7 jährigen beurteilen zu können.

Glaube auch nicht, dass ich dies rein aus der Beobachtung von heilen Familien beurteilen kann.

Habe zwar selbst Familie. Sprich: Mit Karmen eine liebe Frau. Nur: Wir haben wiederum keine Kinder und daher kann ich es auch aus diesem Blickwinkel heraus nicht beurteilen.

Und da meine Frau und ich keine Kinder haben, kenne ich wahrscheinlich im Bereich der Familienpolitik viele wichtige Fragen nicht. Sie stellen sich mir einfach nicht.

Ich würde also niemals sagen, dass Familienpolitik nicht wichtig ist: Nur das ich hierfür wahrscheinlich eine Fehlbesetzung wäre.

Was zugegebener Massen bei der Besetzung der Funktionen in der Politik der letzten Jahre auch nicht wirklich eine Rolle gespielt haben dürfte.

Was ich aber nicht gerade für sinnvoll erachte!

„Warum ich also derzeit nicht alles liegen und stehen lasse und meine Mutter im Spital besuche“, hat mich unlängst jemand gefragt.  Und ich habe ehrlich geantwortet. Weil meine Mutter seit der Scheidung viele Jahre lang behauptete: Sie hätte nur einen Sohn.

Weil dieser bei der Scheidung bei ihr verblieb. Während dem ich dem Vater zugesprochen wurde.

Und weil sich niemals, so lange sie noch ansprechbar war, eine Möglichkeit ergab, dies einmal auszusprechen.

Weil mein Bruder, jedes Mal, wenn ich mit meiner Mutter alleine reden wollte, es schaffte, dies zu verhindern.

Er sich dafür dann in der Folge lieber hinstellte und meinte:

Er wäre der Älteste verbliebene Verwandte des Edlen Viktor Weber von Webenau.

Was wiederum ja eigentlich dann nur bedeuten kann, dass ich selbst ein „toter“ Verwandter desselbigen bin.

Denn: Immerhin bin ich Baujahr 1967. Mein Bruder 1970. Ich mir daher in dieser Familie Etwas überflüssig vorkam.

Nein, es sogar als leicht feindselig mir gegenüber empfand!

Und da es auch meine Mutter niemals für notwendig empfunden hat, dies richtig zu stellen, sie hatte viel zu viel Angst das mein Bruder dann Pöllau verlässt, sie alleine bleibt,  mir so zu sagen nicht wieder „ins Leben verholfen hat“, so zieht sich eben da ein tiefer Graben zwischen mir und meiner Mutter. Ein Graben, den ich nicht, nur um die Optik zu wahren, nun zu graben möchte.

Insbesondere, da ich zahlreiche Erinnerungen an Begegnungen am Bezirksgericht Mödling habe, wo sie auf Herabsetzung der Alimente klagte. Damit sie „mehr in meinen Bruder investieren kann“. So das ich erst am zweiten Bildungsweg in Ruhe überhaupt meine Schule, die Siemens Nixdorf Akademie für Informatik, machen konnte.

Und all diese „Ausrutscher“ machen es mir eben schwer, nein, schier unmöglich, sie im Spital zu besuchen.

Versteht Ihr mich?

Danke!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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