Die neuen Kampflinien im Nahen Osten

Ein ECFR-Leitfaden zu den wichtigsten Streitigkeiten im Nahen Osten, die einen weiteren Krieg auslösen könnten!

Zwei gegengesetzte Koalitionen im Nahen Osten definieren derzeit eine Rivalität, die die Region auseinander zu reißen droht.

Angesichts der zunehmenden Konkurrenz um die Dominanz ist die Konfrontation zwischen dem iranischen Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Akteure und einer Gegenfront traditioneller westlicher Verbündeter – die sich auf Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel konzentrieren – kaum zu vermeiden.

Präsident Donald Trumps Entscheidung, die USA auch noch vom Iran-Atomabkommen zurückzuziehen, hat die Spannungen zwischen den beiden Seiten verschärft.

Die Zusammenstöße zwischen Israel und dem Iran in Syrien deuten auf die Gefahr einer Eskalation hin. Sowie einer weiteren Auflösung der dortigen Gesprächsbereitschaft.

Zeigen auf, dass sich die dortigen regionalen Fronten immer weiter verhärten.

Das neue Kartierungsprojekt „Die neuen Gefechtslinien des Nahen Ostens“ durch den Europäischen Rat für Auswärtige Beziehungen (ECFR) zeigt dynamisch auf, wo sich die Bruchlinien bilden.

Battle Lines

Auf einer interaktiven Webseite werden die Ziele der wichtigsten regionalen Akteure und die damit verbunden Risiken aufgezeigt.

Das Potenzial des Krisenherden dargelegt.

Und es gibt eine ganze Reihe von Empfehlungen, wie man die derzeitigen Gefahren verringern könnte.

Die Autoren betonen, dass sich die Europäer sowohl auf die Rettung des gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) konzentrieren müssten, hierbei die US Vorschriften ignorieren sollten, damit sie das Eskalationsrisiko verringern können.

Der Bericht argumentiert, dass die Europäer keinen Ansatz unterstützen sollten, der Konfrontation als Möglichkeit ansieht.

Man nicht einseitig den Iran angehen solle.

Eine solche Konfrontation würde sich als kontraproduktiv erweisen, da sie den Stärken des Irans gerecht werden und einen größeren Konflikt auslösen könnten.

Europäische Politiker und Politikerinnen sollten kollektiv:

.) Ihre Anstrengungen verstärken, um lokale Konflikttreibern zu begegnen. Sowie versuchen einen Deeskalationsmechanismus zwischen dem Iran und Israel in Syrien anzustossen. Sowie in Jemen den VN-Prozess stärken

.) Selbst eine grössere Führungsrolle einnehmen, um die regionalen Fragen des Irans zu lösen.

.) Das würde vor Allem dann gehen, wenn man die Gespräche zwischen der EU +4  (Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien) und dem EAD ausbaut.

.) Man in diesem Gebiet feste Botschaften errichtet.

.) Und damit zeigt, dass man sich mit Besorgnis direkt mit der arabisch-arabischen Konfliktlage und Israel auseinandersetzen will.

.) International darauf verweist, welche negativen Auswirkungen durch einen regionalen Kampf mit dem Iran zu erwarten sind.

„Je mehr sich die regionalen Schlachtfelder miteinander verknüpfen, desto größer wird auch das Risiko, dass ein lokaler Funke eine direkte zwischenstaatliche Feuersbrunst auslöst, die die gesamte Region erfasst“, erklärt Julien Barnes-Dacey, Senior Policy Fellow des ECFR-Programms für den Nahen Osten und Nordafrika .

ECFR-Iran-Expertin Ellie Geranmayeh fügt hinzu: „Präsident Trumps Rückzug der USA aus dem iranischen Atomprogramm birgt die Gefahr, dass der Brand erheblich angekurbelt wird. Insbesondere angesichts des Hinweises auf Regimewechselambitionen. Regimewechselambitionen, die gerade jetzt von der US-Regierung namhaft gemacht werden.“

Anstatt also die Bemühungen die regionalen Spannungen zur Eskalation zu bringen mit zu unterstützen, sollten sich die Europäer bemühen, einen Kreislauf in Gang zu setzen, der letztlich zum Frieden führt.

Empfiehlt Hugh Lovatt, ECFR Policy Fellow.

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.