Österreichs homogene Gesellschaft

Offensichtlich durch meine Artikel der letzten Tage ein wenig verunsichert, liebe Freunde, hat mich am gestrigen Abend jemand im Facebook gefragt, was ich denn nun eigentlich unter einer homogenen Gesellschaft verstehen würde.

Und mir ist zum ersten Mal bewusst geworden, dass das ein Begriff ist, der unter Umständen nicht allen klar ist.

Also:

1.) SPRACHE
Das was ich mir von einer homogenen Gesellschaft erwarte ist eine Gesellschaft in der die Menschen miteinander anstatt gegeneinander leben. Und um das zu können, bedarf es vorerst einmal einem. Die Menschen die in diesem Lebensraum, nennen wir ihn Österreich, leben, brauchen eine gemeinsame Sprache. Die EU-Amtssprache Deutsch. Weil es wohl ansonsten vollkommen unmöglich ist, dass sie miteinander kommunizieren. Und wie soll man mit einem Anderen leben, wenn man ihn noch nicht einmal versteht?

2.) RELIGIO
Die Menschen die in diesem Raum leben brauchen zwar vielleicht nicht alle die selbe Religio, manche brauchen vielleicht überhaupt keine, aber sie brauchen das wissen der goldenen Regel. Das „Liebe Gott den Herrn, der Alles gemacht hat und Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Und ob das nunmehr über die Toleranz der Religionen untereinander erreicht wird, oder aber durch die Schaffung einer Einheitsreligion, wie dies Michael Laitman von der Kabbalah versucht, dass ist letztlich eigentlich gleichgültig. Sagt Jesus nicht, in dieser goldenen Regel wären alle Gesetze und Propheten erfüllt? Sicher ist aber auch das für intolerante Strömungen von Religionen, welche den anderen Menschen ihren Glauben absprechen und den eigenen aufzwingen wollen, in einer homogenen Gesellschaft kein Platz vorhanden ist.

3.) WIRTSCHAFT
Wirtschaftlich wird ein homogener Raum immer darauf schauen, dass eine möglichst hohe Kaufkraft besteht. Und die erreicht man nur durch Vollbeschäftigung. Weil ja dann, wenn Menschen nur versorgt werden, also das mindeste, die Mindestsicherung erhalten, die Kaufkraft automatisch fehlt. Es muss also den Konzernen bewusst sein, dass sie nur dann Etwas verkaufen werden, wenn sie Distributoren, also Klein- und Mittelunternehmer haben, welche die Waren an den Endverbraucher bringen. Dazu aber auch Kunden, also Endverbraucher, die eine Kaufkraft besitzen. Werden tunlichst darauf schauen, dass der Import den Export nicht übersteigt, damit letztlich das Glas nicht leer wird. Denn ansonsten kann man einen Rembrandt um EUR 1,- in die Auslage stellen und niemand kann ihn kaufen.

4.) ZUWANDERUNG
Im Bezug auf Zuwanderung ist klar, dass dies eine Gefährdung der Homogenität einer Gesellschaft ist. Man sollte also die Menschen  die in die homogene Gesellschaft zuwandern, erst einmal, die ersten Monate in Kasernen unterbringen, um sie an das Land, seine Kultur und Sprache zu gewöhnen. Und genau wenn man das tut, so ergeben sich unzählige Aufgaben für sozial Benachteiligte, die in solchen Kasernen wieder mitwirken könnten. Denn nur wenn die Zuwanderer mit dem Wissen über Kultur und Sprache ausgestattet sind, haben sie die optimalen Voraussetzungen in der homogenen Gesellschaft Fuss fassen zu können.

5.) ÜBERBEVÖLKERUNG
Ebenso nicht sinnvoll ist es übrigens, mehr Menschen in das Land zu holen, als man Arbeitsplätze schaffen kann. Weil ein jeder Einzelne, der keinen Arbeitsplatz hat, letztendlich neidig auf den sein wird, der einen hat. Man sich also künstlich die Inhomogenität schafft.

6.) SOZIALES
Sicher nicht wahr ist, dass es Menschen gibt, die in der Gesellschaft aus Gründen von sozialen Notlagen oder Krankheit überhaupt nichts beitragen können. Also Menschen zweiter Klasse sind. Ich habe schon Contergankinder ohne Finger Ziehharmonika spielen gesehen. Die Aufgabe der homogenen Gesellschaft sollte es also nicht sein, solche Menschen auszugrenzen oder nur zu versorgen, sondern für solche Menschen geeignete Plätze in der Gesellschaft zu finden, wo diese mitwirken können.

7.) FREIHEIT
Ebenso wichtig sind die persönlichen Freiheiten des Menschen wie Direkte Demokratie. Eine Eigenschaft, die dazu anregt, das das „Einer, denkt zwei denken mehr und alle Miteinander finden die Lösung“ erst so richtig in Gange kommt. Erst wenn der Mensch den Eindruck gewinnt, dass er die Gesellschaft aktiv mitgestalten kann, wird er auch darüber nachdenken, wie die Gesellschaft besser funktioniert. Und damit man auch nach Innen den Anderen respektiert, sollte eine homogene Gesellschaft nach Außen hin neutral sein. Denn: Warum sollte man sich in fremde Angelegenheiten einmengen, die dann unter Umständen die homogene Gesellschaft selbst wieder belasten?

8.) BILDUNG
Ein jeder Mensch hat Recht auf Bildung. Das wurde in der allgemeinen Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948 festgehalten. Was allerdings nicht unbedingt bedeuten muss, dass diese Bildung auf Universitäten zu erfolgen hat. Es ist ein Krankheitsbild der heutigen Gesellschaft, dass man davon ausgeht, dass ein Akademiker mehr Wert ist als ein Handwerker, oder eine Hausfrau. Was bringt es einer homogenen Gesellschaft, wenn letztendlich 100 Prozent Akademiker vorhanden sind. Es aber niemand gibt, der einen tropfenden Wasserhahn abdichten könnte? Man sieht also: Beide sind gleichwertig. Oder?

9.) FAMILIE
Wer mit wem zusammenleben möchte, dass obliegt grundsätzlich der Entscheidung eines jeden freien Menschen. Ob dies 2, 3 oder 4 Personen sind. Vollkommen gleichgültig. Das begründet eben Lebensgemeinschaften. Man sollte sich aber bewusst machen, dass die Bezeichnung Ehe für eine spezielle Lebensgemeinschaft geschaffen wurde, die auf Fortpflanzung, also Schaffung der nächsten Generation ausgerichtet ist. Sie besteht aus Mann und Frau. Was aber wiederum nicht bedeutet, dass eine andere Form der Lebensgemeinschaft daher keine Rechte haben sollte.

10.) LIBERALISMUS
Nur wenn ich dem Menschen die höchstmögliche Form an Freiheit gewähre, kann ich mich darauf verlassen, dass er auch anfangen wird, über sich und die Gesellschaft nachzudenken. Wie war das? Einer denkt, zwei Denken mehr und alle miteinander finden die Lösung. Ebenso muss es dem Menschen möglich sein, sich durch Leistung die persönliche Lage noch zu verbessern. Fast eine jede Position in der Gesellschaft zu erreichen, weil es eben kein oben und kein unten in der Gesellschaft mehr gibt. Ein Sozialismus, eine Grunddiktatur, die Umkehr von Reich und Arm im Sinne von Karl Marx ist allerdings in aller Form abzulehnen, weil sie nur einen ewigen Kreislauf begründen würde. Erst wird Arm zu Reich und Reich zu Arm und dann umgekehrt. Sinnlos! Ebenso ist ein Neo-Liberalismus oder Raubbaukapitalismus von Konzernen und Banken abzulehnen, weil dies dazu führt, dass die Kaufkraft sinkt. Derjenige also der solchen betreibt, letztlich über keine Kunden mehr verfügt. Also: Nicht auf sich selber schaut.

Ob also letztlich eine homogene Gesellschaft entsteht, oder nicht, das hängt davon ab, ob die Menschen, die in dieser homogenen Gesellschaft leben, selbst darauf achten, ob diese Gesellschaft homogen ist.

Wir können daher nur Grundgedanken anbieten, die mit Sicherheit von einem jeden Einzelnen von Euch noch ergänzt werden können.

Wobei festzustellen wäre:

Kein Gedanke ist wirklich falsch!

Stammen denn nicht die meisten Ideen auf dem Patentamt von Otto Normalverbraucher?

Eben!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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