EUGH: Die Kreuze müssen bleiben!

Nachdem sich am gestrigen Tag schon wieder einmal eine ganze Reihe von Kreuz-Gegnern dazu entschlossen haben, liebe Freunde, die bayrische Entscheidung, dass in jeder Behörde ein Kreuz hängen muss in Frage zu stellen:

Merkur: In jeder Behörde in Bayern ein Kreuz

so möchte auch ich einmal auf das Thema eingehen. Es ist nämlich meiner Meinung nach eines der am wenigsten beachteten Gerichtsurteile der Welt.

Gerade nämlich weil es eine Hand voll Atheisten gegeben hatte, welche die Entfernung der Kreuze aus den Schulklassen forderten, nein, keine Moslems, die IGGiÖ hatte von Grund auf bekannt gegeben, sie wäre dafür, dass die Kreuze bleiben, landete die Frage PRO-CONTRA Kruxifix, so nennt man ein Kreuz an der Wand, letztlich beim EGMR.

Also dem Teil des Europäischen Gerichtshofs (EUGH) der für die Menschenrechte zuständig ist.

Wikipedia: Kruxifix Beschluss

Und dieser entschied im Jahr 2011, dass die Kreuze zu bleiben haben!

Die Presse: EGMR: Kreuz im Klassenzimmer ist rechtens

Was mich wiederum zu der Frage führt:

Wie man eigentlich heute noch darüber diskutieren kann?

Die Aussage „da ist einer dafür ein anderer dagegen“ wird zwar stimmen, dass wird bei einem Mordurteil, bei dem der Angeklagte 32 Jahre also lebenslang ausgefasst hat, bestimmt auch nicht anders sein, da ist der Angeklagte bestimmt dagegen, es wird allerdings am Gerichtsurteil selbst nichts verändern.

Man wird sich mit Sicherheit an das Gerichtsurteil halten!

Anders in dem Fall der Kreuze!

Ein Gerichtsurteil, welches entschied:

Die Kreuze haben zu bleiben!

Beruhend auf der allgemeinen Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1948, welche in Artikel 18 wie folgt definiert sind:

Artikel 18 (Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit)
Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Die Obdachlosen in der Politik (ODP), oder wie wir uns früher nannten, der Christliche Verband Freier Journalisten, hat sich ja bekannterweise nach dem Urteil des EUGH sofort aufgemacht, genau dieses Thema noch einmal in den Petitionsausschuss Wien zu bringen.

Wien.gv.at: Das Kreuz muss bleiben

Weil man von Seiten der rot-grünen Landesregierung einem Gerichtsbeschluss des EUGH (EGMR) einfach nicht nachkommen wollte.

Was übrigens bis heute nicht so richtig funktioniert!

Wenn man nunmehr also wie Martin Söder fordert, dass in allen Behörden in Bayern ein Kreuz hängen soll, so ist dies nur eine konsequente Umsätzung des Gerichtsurteils aus dem Jahr 2011.

Die Gegenmeinung zu vertreten allerdings eine Missachtung des Gerichts.

In dem Fall des EUGH.

So das man sich gleichzeitig fragen müsste, ob die EU eigentlich eine ernstzunehmende Organisation ist?

Denn: Wie kann ich behaupten, ich würde eine Organisation Ernst nehmen, wenn ich die Anweisungen ihrer Institutionen ignoriere?

Oder: Seht ihr das anders?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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