Die CPÖ und der Europäische Schutzmenchanismus (ESM)

„Ich solle nicht lügen“, hat Norbert Josef Huber am gestrigen Tag im Facebook gemeint: „Er wüsste genau das die EZB so viel Geld zur Rettung des EURO beschliessen kann, wie notwendig“ und ich hätte ihm am Liebsten darauf geantwortet: „Ja, leider“. Denn: Wir haben dies schon erlebt.

Ja, bei der Griechenlandhilfe! 

Und einmal ganz ehrlich:

Geht nicht ein Grossteil der derzeitigen Verschuldungen Europas, oder sagen wir einmal der europäischen Nationalstaaten darauf zurück, dass Griechenland bekannt gab, pleite zu sein und in Konkurs gehen wollte.

Und das die EZB darauf beschloss:

Die Griechen dürfen nicht in Konkurs gehen.

Mit der EURO „Rettung“ begannen!

Und dann in der Folge sämtliche europäischen Staaten dazu verpflichteten, den Griechen Kredite zu geben, Gelder zur Verfügung zu stellen also, um Griechenland zu retten.

Und hat sich nicht inzwischen herausgestellt, dass gerade diese Darlehen uneinbringlich sind?

So das sie in den Buchhaltungen der europäischen Nationalstaaten nicht mehr als Darlehen, sondern inzwischen als „Staatsschulden“ vermerkt sind?

Ja, lieber Norbert. Die EZB kann allen Ernstes so viel Geld beschliessen wie sie will, wenn es notwendig ist den EURO zu retten.

Und man wendet sich darauf an die Nationalstaaten, welche genau diese Beschlüsse dann umsetzen sollen.

Das was mich dabei allerdings verwundert ist, dass Du die Griechenland Hilfspakete, den Leuten als die optimale Lösung verkaufen willst?

Weil es mich wundern würde, wenn sich die Menschen nicht mehr an das Griechenlandproblem erinnern.

Unter Umständen möchtest Du ja, dass alle anderen europäischen Staaten eben dann für Österreich zahlen müssen!

Nur ob dies tatsächlich ein zweites Mal ohne Krieg über die Bühne geht?

Und wenn ich mir Griechenland heute zu Tage anschaue.

Bist Du sicher, dass die auferlegten Sparpakete bei den Menschen dort, tatsächlich christlich zu befürworten sind?

Erzielen sie tatsächlich die von der EU erhoffte Wirkung?

Und:

Geht es den Menschen dort heute wirklich so viel besser als wenn man in den Konkurs gegangen wäre?

Warum stehen sie dann heute noch auf den Strassen?

Griechenland Hilfspakete der EZB also als Lösung auch für Österreich.

Ein zugegebener Massen durchaus realer gangbarer Weg.

Für den Notfall meine ich.

Wenn uns nichts Besseres einfällt!

Findet Ihr nicht?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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2 Antworten zu Die CPÖ und der Europäische Schutzmenchanismus (ESM)

  1. Man hatte mal angefangen die Schulden Griechenlands durch die EZB und den IWF aufzukaufen, richtig. Doch plötzlich meinte dann der IWF dass er sein Geld zurück wolle. Und statt dass die EZB diese Schulden übernommen hätte, wollte auch die EZB Teile ihres Geldes wieder zurück. Man meinte wohl, einen Großteil der Schulden Griechenlands seien abgebaut, man könne also zum Alltagsgeschäft zurück. Außerdem erpresste man Griechenland dadurch die wirtschaftlichen staatlichen Betriebe und Inseln zu Spottpreisen an private zu verkaufen. Damit dies gelingt, Griechenland sich also wieder am privaten Markt finanzieren muss, hat man sämtliche anderen Eurostaaten mit in den ESM genommen, sozusagen damit alle an einem Strang gegen Griechenland ziehen. Dabei hat man also letztlich die Hilfen für Griechenland eingestellt, statt sämtliche Staatsschulden Griechenlands durch die EZB aufzukaufen. Letzteres wäre der Weg den ich vorschlage. Sämtliche Schulden Griechenlands sollten von der EZB übernommen werden. Im Gengenzug müsste Griechenland sich freilich vorher verpflichten, keine Schulden mehr zu machen bzw. den Verleih von Geld gegen Zinsen an den Staat Griechenland per Mindeststrafe in Höhe der Zinsen zu verbieten.

    Dann wäre Griechenland entschuldet, wir müssten nicht für Griechenland haften, Griechenland müsste keine Staatsschuldenzinsen mehr zahlen, weil keine Staatsschulden mehr vorhanden sind. Zukünftiges Geld zur Deflationsbekämpfung sollte direkt von der EZB ´an Griechenland geschenkt statt an die Banken verliehen werden, was den Staatshaushalt Griechenlands entlasten sollte. Wie hoch diese Zahlungen sein sollen, liegt in der Hand der Euro-Staaten bzw. der EZB. Ist also Verhandlungssache. Könnte zum Beispiel jedes Jahr aufs Neue verhandelt werden. Griechenland müsste dann mit seinen Steuereinnahmen auskommen. Ebenso wie jeder andere Staat der diesem Beispiel folgen will.

    • Siehst. So weit zum Thema Entschuldung durch den EZB. Ob die EZB, dass was Du sagst wirklich könnte ist eine gute Frage. Sicher ist und das haben wir an Griechenland gemerkt, dass die EZB dies auf keinen Fall will. Sprich: Selbst wenn sie es könnte, es eher sinnlos wäre, darauf zu hoffen, dass sie es anders macht. Theoretisch klingt manches manchmal gar nicht so schlecht. Es scheitert nur häufig letztlich am Menschen.

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