Wächst die EU an ihren Krisen? (Obligation zwischen nach Krisen noch starken EU-Gesellschaften)

Trotz des finanziellen Engpasses

Der Standard: 4.000.000.000.000 Dollar Kursverluste an den Weltbörsen

und der Flüchtlingskrise an sich weisen Forschungsergebnisse derzeit darauf hin, dass die Europäische Union derzeit stärker und nicht schwächer wird.

Zwar könnten die permanenten Krisen in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten dazu beigetragen haben, dass populistische Parteien ein extremes Wachstum erleben, die Forschung an sich aber zeigt, dass diese Ereignisse letztlich wenig Einfluss auf die EU nehmen werden.

Der europäische Rat für Auslandsbeziehungen (ECFR) beschäftigt nämlich Beobachter, welche die Bereitwilligkeit der Mitgliedsstaaten und der Bürger an sich zur EU überprüfen und es seit Jahren möglich machen, dass die EU zusammenhält.

Der letzte Bericht der Beobachter besagt, dass es zwar einzelnen Staaten gelungen ist, sich zu isolieren, der „Leim“ aber, der die EU zusammenhält  de fakto in den letzten 10 Jahren zugenommen hat.

Die EU ist daher weit davon entfernt, so wie dies viele prognostizieren „auseinander zu fallen“!

Ganz im Gegenteil:

Sie scheint eher stärker zu werden.

Der EU-Kohäsionsmonitor des ECFR für das Jahr 2018 stellt ein einzigartiges Kohäsionsprofil für jeden EU-Mitgliedsstaat dar.

Ein Kohäsionsprofil in welchem 32 Faktoren berücksichtigt werden.

So eine Art offizielle Eurobarometer.

In dem übrigens auch die soziale Gerechtigkeit mit berücksichtigt wird.

Der Index bewertet darüber hinaus auch noch die Strukturbeziehungen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten.

Sowie die Zufriedenheit der Bevölkerung.

Das Ergebnis

Um letztlich den Bericht in seinen vollem Umfang verstehen zu können, sich bewusst zu machen, warum das Wachstum des Zusammenhalts der EU-Staaten zwischen 2007 und 2017 so gering ausgefallen ist, sollte man sich vorerst einmal überlegen, dass man mit den Mittel- und Osteuropäischen Mitgliedstaaten Armutsländer in die EU aufgenommen hat.

Das ist aber nicht das einzige Problem.

Die meisten EU-Mitgliedsstaaten haben aus dem Aufbau ihrer eigenen Länder den Nutzen der EU gezogen.

Und das, obwohl sich die Bevölkerungen im Bezug auf Sprachen, Erfahrungen und Einstellungen immer europäischer fühlten.

Die Ausnahmen hiervon sind: Griechenland, Italien, Frankreich, Polen, Ungarn und Spanien!

Deren Völker sich nicht als europäisch fühlen!

Die grösste Sorge hierbei macht dem ECFR Italien, dessen Gemeinschaftsgefühl gerade noch bei 1 von 7 Punkten liegt.

Inzwischen also eine vollkommene Entfremdung eingetreten ist.

Da in diesen Staaten Parteien mit populistischen Hintergrund, die eher Brüssel-kritisch und dafür Berlin-näher sind, sich im Vormarsch befinden, ist zu befürchten, dass sich die Zustimmung der Italiener demnächst in Richtung derer der Briten bewegen dürfte. 

So das schon jetzt ein Grossteil der Befragten den Wunsch auf einen Austritt aus der EU äusserten!

7 der neun betroffenen Länder, welche sich derzeit eher EU-kritisch äusserten, liegen übrigens im Osten.

Polen und Ungarn zum Beispiel haben sich inzwischen gegenüber der EU sehr entfremdet.

Und daher erwartet man in diesen Staaten auch bei den Eurowahlen im Jahr 2019 grosse Erfolge der Euroskeptiker und AntiEU Parteien.

Sowie eine Stärkung des nationalen Denkens.

Zusätzlich scheint es eine klare Beziehung zwischen der Flüchtlingskrise und der Unterstützung für populistische Parteien in ganz Europa zu geben, da alle diese Parteien die Angst vor der Zuwanderung nützen würden.

Darauf verweisen, dass die Zuwanderung keinen positiven Einfluss auf die europäische Gesellschaft nehmen kann.

Und genau das spiegelt sich dann in den Umfragen des ECFR auch wieder.

Der Autor der Studie „Krise und Kohäsion in der Europäischen Union: Eine Zehnjährige Rezension“, Josef Janning, meint hierzu:

„Die EU ist viel elastischer, als so manche Boulevardblatt-Überschrift. Sie würden nicht glauben, was alles möglich wird, auch wenn bereits viele an einen Zusammenbruch der EU glauben.

Die Meinung vertreten, dass die Flüchtlingskrise noch lange nicht vorbei ist.

Wir sollten uns aber bewusst machen, dass die Bewältigung der Krisen eine Bürgerpflicht darstellt.

So das wir alle gemeinsam letztlich die Europäische Union schützen sollten.

Wir müssen davon weg kommen, dass ein jeder Mensch nur auf den finanziellen Vorteil seines eigenen Staates schaut, sondern vielmehr Anreize dazu bieten, dass sich die Bürger in der EU direkter beteiligen.

Den Menschen aber gleichzeitig klar machen, dass wenn sie dies nicht tun, die Abschaffung der EU droht.

Denn nur, wenn es uns gelingt, aus einer EU eine Gemeinschaftsunion zu machen, dann wird die Europäische Union überleben.”

Hinweise für die Publizisten

Laden Sie sich den Originalbericht „Crisis and Cohesion in the European Union: A Ten-Year Review“ herunter.

Den interaktiven Bereich des EU Kohäsionsmonitors finden Sie unter  EU Cohesion Monitor 2018 und er wird mit 6. Februar wieder aktualisiert  www.ecfr.eu/eucohesionmonitor.

Alle Informationen sind zur freien Entnahme,

Journalisten sind herzlich dazu eingeladen, bei der Verbreitung der Informationen zu helfen.

Josef Janning, ist der Leiter des ECFR Büros in Berlin und leitendes Mitglied des ECFR und steht jederzeit gerne für Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt: Um mit ihm Interviews vereinbaren zu können, wenden sie sich bitte an Wiebke Ewering,
Tel: +49 30 325 051 027, +49 17642065425  wiebke.ewering@ecfr.eu.

Danke!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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