Ein Brief an das Jenseits


Auch wenn dieser Text nicht den üblichen Texten in einer Christlich Liberalen Zeitung entsprechen dürfte , so habe ich mich doch entschlossen, ihn zu adaptieren.

Er dient damit:

Einfach zu Nachdenken!

Denn: Ganz ehrlich, ist es nicht gerade die Beschäftigung mit den Gedanken des Anderen, welche uns die Welt gestalten lassen?

(Ludwig der Träumer) Liebes Jenseits!

Du weißt sicher, daß ich inzwischen wegen meines fortgeschrittenen Alters langsam zum Verwesungsanwärter werde. Ich habe daher ein paar Fragen an dich:

Wie viele Abteilungen und Experten hast du um das Überbleibsel der körperlichen Verwesung – die flüchtende Seele, entsprechend ihrem Glauben qualifiziert zu betreuen, bzw. weiterzuleiten in ihr künftig bestimmtes Leben?

Im hiesigen Dasein finde ich dazu nur Verwirrung und Chaos.

Es ist fast zum Verzweifeln, was da so gepredigt wird von den sog. Gottesvertretern.

Dein Ausleseverfahren – so es die Pfaffen predigen, wer nach unserem körperlichen Tod in den Himmel oder Hölle kommt beängstigt mich zu Tode.

Gebe dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist – oder so, hat mal einer gepredigt!

Der Christ oder Christbaum, wie er kürzlich gefeiert wurde?

Ne, ich denke, der mit dem Baum, den du aus dem Paradies rausgeschmissen hast, war ein anderer. Egal.

Dem Kaiser habe ich den größten Teil meines Einkommens gegönnt – Finanzamt genannt.

Gottes Vertreter den Zehnten davon, damit sie es an dich als überirdischen Vertreter Gottes weiterleiten. Ist der Zehnte bei dir angekommen?

Meine Seele soll sich ja bei dir nicht durchschmarotzen!

Die Kirchensteuer und so manche üppige Spende sollte mir einen möglichst sorgenfreien Aufenthalt bei dir ermöglichen. Deine Antwort wird bald wichtig für mich.

Abkratzen kann inzwischen vorfällig passieren. Besonders, wenn man sich kritisch zum Wahnsinn auf der Erde äußert. Aber das ist hoffentlich kein Thema in deinen Gefilden – oder doch?

Wird man da auch verselbstmordet, wenn man das Maul aufreißt und selbst denkt?

Dann hole mich lieber der Teufel!

Bei dem weiß man präzise, wo es langgeht.

Es gibt bei dir nicht nur die christliche und jüdische Abteilung, sondern auch eine dschihadistische, die sich alle gegenseitig totschlagen, bevor sie in deine Gefilde wechseln, nur um bei dir gut dazustehen.

Also was ist?

Geht die hirnrissige Klopperei und das Morden bei dir geradeso weiter?

Dann mache ich lieber noch schnell eine Einzelkämpferausbildung hier.

Aus früheren Zeiten, von Menschen welche das Religionsspiel nicht mitspielen wollten, weiss ich, dass es nicht nur nur Himmel und Hölle gibt!

Sondern das auch die Möglichkeit wieder in diese wunderbare Erde zu inkarnieren existiert.

Eine nicht zu verachtende Möglichkeit! Nicht nur zum Recycling meines durch Tabak und Ludwig Bräu vergifteten Körpers, sondern um in Klausur zu gehen und  mein nächstes Leben auf der Erde gemütlicher und anspruchsvoller zu gestalten.

Ich möchte dich auch daran erinnern, daß ich Dich eigentlich nie mit der Anwesenheit meiner Seele belästigen wollte.

Bevor du mir vielleicht die Schuld an meinem Ableben geben solltest, möchte ich dich erinnern, daß ich alles tat um nicht in diese blöde Situation zu kommen.

Forever young war stets mein Ziel.

Dazu hatte ich mich besonders angestrengt. Immer ordentlich Sport betrieben, wenn auch nur Figurenpinkeln im seltenen Schnee.

Mindestens einmal die Woche keine Schweinshaxe gefressen, sondern vegan ernährt – also ins Gras gebissen äh gesunde Salate und Löwenzahn gegessen mit Dressing aus dem heiligen Ölbaum.

Schäme mich zwar ein bißchen, weil ich den ‚wir sind alle eins‘ Karnickel die Lebens-grundlage genommen habe. Aber das kannst du mir sicher nicht anlasten.

Die Karnickel sind selbst groß genug ihr Revier zu verteidigen.

Am Ludwig Bräu, der mich geistig fit hält, kann es auch nicht liegen.

Wurde nicht schon immer gesoffen um ewig zu leben?

Sonst hatte ich auch keine Mühe gescheut um wieder jung daherzukommen, damit
ich dich nicht mit meiner Ankunft belästigen muß.

Hat dir die dreißigjährige pralle Blondine nicht gefallen, die ich mit 50 noch einmal so richtig hernahm um durch die Wechseljahre des Mannes nicht zu altern?

Du siehst also, ich wollte nie und nimmer in deine Gefilde eindringen und dich mit meiner Wiederkunft belästigen.

Irgendwas muß aber schiefgelaufen sein mit deinem Jenseits.

Was veranlaßt dich, uns unbedingt wieder unbedingt in Gottes Schoß zurückhaben zu wollen, wenn wir Gottes Ebenbild auf Erden sind?

Gott lebt doch auch ewig.

Wurde jetzt etwas abschweifend.

Wollte eher wissen, wieviel Knete kriege ich von dir als Startkapital von meiner eingezahlten Kirchensteuer an dich wieder zurück für meine nächste Inkarnation?

Da gibt es bei dir sicher eine Behörde, die mir ähnlich wie die Hartz4-Behörde auf der Erde Auskunft geben kann.

Aber vielleicht interessieren dich solche kleine Arschlöcher wie mich gar nicht und du hast es nur mit den großen Leistungsträgern, die Abermillionen bunkern, zu tun.

Es kommt bei mir der Verdacht auf.

Stichwort: Erbschaften.

Es gibt noch eine Abteilung bei dir, soweit mir bekannt – die der Sonderbehandlung der auserwählten Buddhisten, die sich da vorbeibrunsen und gleich ins Nirwana sich verantwortungslos entsorgen.

Das ist nicht meins.

Da habe ich es lieber mit den Urchristen, die noch nicht die Vermittler auf Erden kannten.

Denen bin ich eher verbunden.

Die wußten noch um dein Amt, das Schöpfers Wille ohne Eigeninteressen, ohne Prostitution um höhere Posten zu erhaschen.

Das waren Menschen, die alles Taten um ihre entwichene Seele im nächsten Leben in einem gottgegebenen Körper auferstehen zu lassen.

Was kannst du mir dazu sagen? Aber bitte nicht über deine sog. Vertreter auf der Erde.

Warum soll ich da wieder in den von Pfaffen gepredigten Gottes Schoß zurück?

Die mir auf meine Fragen letztendlich keine Antworten erteilen.

Nun, da ich annehme, daß ich wie alle Verwesungsanwärter vor mir auch auf diese Anfrage keine Antwort erhalten werde, nehme ich an, daß sich jedes auf die Erde ausgespuckte Wesen sein eigenes Jenseits im Sinne des Schöpfers basteln muß.

Der Schöpfer hat seine Aufgabe getan – uns alles mitgegeben, was seines gleicht.

Er wird nie mehr eingreifen.

Er vergießt allemal eine Träne.

Nach einem Artikel in der: bumibahagia.com, ein wenig angepasst auf die Bedürfnisse der Christlich Liberalen.

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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