Heute ist alles viel besser (Satirische Betrachtung)

Ganz ehrlich, Freunde.

Eigentlich finde ich es immer wieder lustig, wenn man mir erklärt, wie unmenschlich doch die Zeit der Monarchie zu den arbeitenden Menschen gewesen wäre und dann solche Artikel lese, wie sie am heutigen Tag unser Charli verfasst hat. Und ich glaube, mit seiner Kritik am heutigen Wirtschaftssystem da liegt er durchaus richtig.

Denn: Ich höre es immer wieder.

Ja, man arbeitet heute für den selben Lohn oder vielleicht ein wenig mehr als vor 30 Jahren, während dem sich die Preise in den Geschäften so gut wie verzehnfacht haben.

Nicht notwendig geworden wegen einer zu hohen Inflationsrate, sondern vielmehr, weil man den Steuersatz regelmässig angehoben und wie mit Parkpickerln, etc. immer neue Steuern eingeführt hat.

So das man sich fragt, wie den eigentlich das System bis 1918 mit einem 10 prozentigen Steuersatz auskommen hat können, während dem man heute bereits darüber nachdenkt, wie man denn den 60 prozentigen Steuersatz auf 40 Prozent, immer noch also das 4 fache, senken könnte?

Ja, man von Seiten der Regierung 400 Prozent gegenüber früher bereits den Menschen als grossen Erfolg verkauft.

Die Absicherung früher war ja angeblich deutlich schlechter als heute, weil es keine Gebietskrankenkassen mit ihren Selbstbehalten gab, die man Monat für Monat bezahlen durfte, sondern man immer nur dann den Ärzten Geld geben durfte, wenn man tatsächlich erkrankte.

Und man durfte auch nur 10 Stunden, anstatt so wie in der Zukunft 12 Stunden arbeiten.

Und musste dafür 10 Prozent anstatt 42 Prozent hergeben.

Das Mitentscheidungsrecht, welches nach der 1867 Verfassung forderte, dass wenn der Kaiser mit dem Herrenhaus und den Abgeordnetenhaus keinen einstimmigen Beschluss fassen konnte, dass die Themenvorschläge aufgelistet wurden und das Volk zu befragen war, zwangen darüber hinaus die Menschen sogar noch zur Mitbestimmung, so das die drei Teile des Reichsrats nach Möglichkeit versuchten, Gesetze so auf den Tisch zu bringen, dass die Einstimmigkeit möglich wurde.

Und auf den Banken war zwar das Risiko hoch, dass man, wenn man einen Kredit nicht zurückzahlen konnte, Haus und Hof verlor, aber dafür zahlte man keine Zinsen.

Ich möchte also bestätigen, dass es den Menschen heute zu Tage deutlich besser geht.

Heute brauchen die Menschen nicht mehr mitzudenken, weil sie ja auch nicht mehr mitentscheiden dürfen.

Heute zu Tage braucht man auch nicht mehr zu überlegen, wie man die Freizeit verbringen will, weil ja nach einem 12 Stunden Arbeitstag und danach einer Phase, in der man seine alltäglichen Dinge wie Einkaufen oder Bankwege zu erledigen, hat, sowieso keine Zeit mehr für das Problem „Freizeitgestaltung“ verbleibt.

Man braucht auch sich keine Gedanken mehr darüber zu machen, was man Gutes für die Gesellschaft beitragen könnte, weil es ja niemand mehr gibt, der einen dafür adeln, also in die bessere Gesellschaft erheben könnte.

Und sollte man irrtümlicherweise einmal in einer Minute Freizeit eine gute Idee für ein Patent haben, so machen Sie sich keine Sorgen:

Es findet sich bestimmt ein Konzern, der ihre Idee aufkauft und in der Folge brach liegen lässt, oder eben selbst davon profitiert.

So erspart man sich heute, sich zu überlegen, wie man sein Leben anlegen möchte, weil ja sowieso alles vom Staat her, ja bis zum Wann und Wo ich rauchen darf, reglementiert wird.

Und so erspart sich Otto Normalverbraucher viel! Nämlich das Denken.

Wenn man sich dies also einmal genau überlegt, so hat sich eine wirklich lustige Gesellschaft entwickelt, in welcher man von den Kindheitstagen an, nicht mehr zum Denken erzogen wird. Weil es ja sowieso keinen Leistungsanreiz, also Schulnoten, mehr geben soll.

Wird einem schon als Kind klar gemacht: Leistung ist nicht gefragt.

Und: Versuche niemals Dein eigener Herr zu sein.

Denn: Das will der Staat nicht.

Dem Staat, oder sollte man eher sagen, dem „Geldadel“ sollst Du gehorchen!

Mt 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Siehst jetzt auch Du die grossen Errungenschaften gegenüber der Zeit der Monarchie?

Eben!

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Obmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) .) Präsident der Obdachlosen in der Politik (ODP) .) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Herausgeber des Liberalen Boten "Voice of Jesus" .) Autor der Bücher "Von Templern, Freimaurern und Illuminaten", "König Jesus, ein König der kein Herrscher sein wollte" und "Evangelisation im Computerzeitalter"
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